Wenn es dir möglich ist, mit nur einem kleinen Funken die Liebe in der Welt zu bereichern, dann hast du nicht umsonst gelebt.

Deutschland ist ein wunderschönes Land. Ich möchte hier nicht die großen Städte vorstellen, die natürlich auch ihre Reize haben, sondern eher auf die kleineren Juwelen Deutschlands aufmerksam machen.

Eichstätt

Mitten im Altmühltal liegt das kleine Universitätsstädtchen Eichstätt über dem die mächtige Willibaldsburg thront. Das Stadtbild ist geprägt durch die Zeit der Fürstbischöfe, die einst hier residierten. Viele Kunstwerke aus dieser Zeit kann man im Dom und in der Schutzengelkirche finden. Ein Abendspaziergang durch die Barockstadt mit ihren schönen hellen Fassaden ist einfach schön und im Sommer laden die typisch bayrischen Biergärten dazu ein, das Ambiente der schönen Plätze zu genießen. Wer lieber moderne Kunst im Freien mag sollte unbedingt das Skulpturenfeld besuchen.

Beilngries

Ein weiteres schönes Kleinod an der Altmühl ist Beilngries. Das kleine Städchen mit seinen noch gut erhaltenen mittelalterlichen Türmchen ist einfach schön anzusehen. Hier treffen Mittelalter und Barock aufeinander, was ein ganz besonderes  Ambiente ausmacht. Das kann man auch hier bei Brez'n und Bier zwischen den schön renovierten Häusern von einst genießen. Wer sich auf dem Wasser wohlfühlt kann von hier aus auf der Altmühl paddeln oder eine Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal machen.

 Ladenburg

Zwischen Mannheim und Heidelberg liegt das kleine, idyllische Städchen Ladenburg. Ich mag dieses von seinen schön, renovierten Fachwerkhäusern geprägte Stadtbild. Ob gerade von einer Neckar-Radtour kommend oder auf der Durchreise. Ein kleiner Bummel durch die Innenstadt mit seinen netten Lädchen und Straßencafes lohnt sich immer.

Bad Wimpfen

Das kleine Neckarstädchen Bad Wimpfen ist geprägt durch die Stauferzeit und besticht durch seine wunderbar erhaltenen Fachwerkhäuser. Hier findet man unter anderem das kleine "Bügeleisenhaus" und das mächtige "Riesenhaus". Das Wahrzeichen, der blaue Turm wird heute noch von einer Turmwächterin bewohnt. Von der Plattform aus hat man einen herrlichen Blick über die schöne Altstadt und auf die evangelische Stadtkirche.  Auch das "Hohenstaufentor", bzw. "Schwibbogentor" und das "Steinhaus" erinnern an die Zeit, als die Staufer das Städtchen regierten. Fährt man runter ins Tal, lohnt es sich die Ritterstiftskirche anzuschauen. Der romanische Teil stammt aus dem 10. Jahrhundert, der gotische Teil aus dem 13. Jahrhundert. Nebenan ist das ehemalige Benediktinerkloster.

Speyer

Speyer ist mein absoluter Favorit. Die schöne Altstadt, der Kaiserdom und die vielen kleinen Geschäfte haben längst mein Herz erobert. Die kleine Stadt am Rhein ist immer eine Reise wert. Im Sommer laden Biergärten und Eisdielen zum Verweilen ein, im Dezember kann man gemütlich über den Weihnachtsmarkt schlendern. Der Besuch des romanischen Kaiserdoms, der zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, ist sehr empfehlenswert. Im Technikmuseum kann man sowohl die Boeing 747, als auch die Raumfähre Buran besichtigen, für Geschichtsinteressierte gibt es stets interessante Ausstellungen im Historischen Museum und für Naturliebhaber bietet sich ein Besuch im Sealife an.

Heidelberg:

Eine wunderschöne Stadt ist auch Heidelberg. Die Neckarstadt  mit ihrem berühmten Schloß und der ältesten Universität Deutschlands hat so einige Dichter und Maler zu wahren Meisterwerken inspiriert. Einen wunderschönen Blick über die Stadt hat man, wenn man mit der Bergbahn zum Königsstuhl fährt oder auf der anderen Seite auf dem Philosophenweg wandert. Man kann auch eine Schifffahrt auf dem Neckar genießen oder einfach nur durch die schöne Altstadt bummeln. Hier kann man übrigens auch wunderbar seine Englischkenntnisse testen, da die im Headquarters der US-Armee stationierten Amerikaner diese Stadt ebenso lieben, wie die reisefreudigen Japaner.

Klosterhof Maulbronn:

 

Ein richtiges Kleinod ist die Klosteranlage Maulbronn. Sie gilt als besterhaltenste Klosteranlage des Mittelalters nördlich der Alpen und gehört zum Unesco Weltkulturerbe. In der auch heute noch bestehenden Klosterschule haben berühmte Persönlichkeiten wie Johannes Keppler, Hermann Hesse und Friedrich Hölderlin ihre Schulzeit verbracht. Eine Führung durch das Kloster versetzt einen ins Mittelalter zurück und man kann sich das Leben der Mönche in der ehemaligen Zisterzienser Abtei sehr gut vorstellen.

Abteikirche Maria Laach:

Das Kloster Maria Laach ist einer meiner Lieblingsorte. Es liegt sehr schön am Laacher See in der Vulkaneifel, nahe der Autobahn A61 und eignet sich wunderbar als Rastplatz. Neben einem Blick in die schöne Abteikirche aus dem 11. Jahrhundert lohnt auf jeden Fall ein Besuch in der Gärtnerei, die jedes Gärtnerherz höher schlagen lässt. Auch die Buch- und Kunsthandlung lädt zum Schmökern ein. Hier findet man hauptsächlich religiöse Literatur und Geschenkideen.

Altstadt Trier:

Trier, gilt als die älteste Stadt Deutschlands. Das imposante Stadttor Porta Nigra (Schwarzes Tor), dass auch zum Unesco Weltkulturerbe gehört, erinnert an die Römerzeit und ist das Wahrzeichen Triers. Ebenso sehenswert sind neben der schönen Altstadt auch die Ruinen der Kaiserthermen und der Dom. Dieser entstand aus den Resten eines römischen Wohnpalastes und gilt als älteste Kirche Deutschlands. Im Amphitheater, das etwas ausserhalb der Stadt liegt,haben früher römische Gladiatoren gekämpft. Heute ist es ein beliebter Austragungsort für Popkonzerte. Wer nach Trier kommt, sollte sich auch nicht die schöne Uferpromenade an der Mosel entgehen lassen.

Rothenburg ob der Tauber

 

Eine wunderschöne mittelalterliche Stadt ist auch Rothenburg ob der Tauber. Sie ist umgeben von einer begehbaren Stadtmauer, die immer wieder durch kleine Türmchen unterbrochen wird. Wenn man darauf entlang geht findet man viele beschriftete Mauerstücke, die von Besuchern aus der ganzen Welt gekauft wurden, um sich hier zu verewigen. Dass man sich hier in einem "Weltstädtchen" befindet, merkt man auch an der Vielfalt der Touristen und der mehrsprachigen Speisekarten. Den besten Überblick über die Stadt hat man, wenn man die 220 Stufen zum Turm des Rathauses erklommen hat, eine Mühe, die sich wirklich lohnt. Sehenswert sind auch das Baumeisterhaus mit seiner schönen Fassade und die verschiedenen Stadttore. Man kann hier einen ganzen Tag mühelos verbringen und für Nachtschwärmer bietet sich dann noch eine Tour mit dem Nachtwächter an.

Schwäbisch Hall

Die alte Salzsiederstadt Schwäbisch Hall besticht durch ihre schönen Fachwerkhäuser. Wenn man durch die alten Gassen bummelt kann man immer wieder kleine Türmchen und Häuser aus verschiedenen Epochen entdecken. Hier hat auch Eduard Möricke für eine kurze Zeit gelebt und einige seiner Gedichte geschrieben. Sehr beeindruckend ist die Michaelskirche mit ihrer steilen Treppe, welche im Sommer als Freilichtbühne dient. Hat man die 53 Stufen erklommen und blickt in das Kircheninnere, ist man zunächst mal überwältigt von den vielen Kunstwerken, die in dem Gotteshaus zu finden sind. In den kleinen Seitenkapellen haben sich auch einige Haller Familien persönliche Denkmäler geschaffen, unter anderem die Familie Bonhöffer. Vom Turm der Kirche aus, hat man einen herrlichen Blick über den Marktplatz mit dem barocken Rathaus und die Altstadt.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine Stadtführung, die man durchaus auch mit Hunden machen kann.

Klosteranlage Comburg

Und für diejenigen, die noch mehr mittelalterliche Eindrücke mitnehmen wollen, lohnt sich auch noch ein Besuch auf der alten Klosterburg Comburg, die nur wenige Kilometer von Schwäbisch Hall entfernt liegt. Das ehemalige Benediktinerkloster ist wie eine Burg aufgebaut und liegt auf einer Bergkuppe. Die Außenanlagen sind für jeden offen und man kann auf der alten Wehranlage das Kloster umrunden, das heute für Lehrerfortbildungen bekannt ist. Die Kirche und das Klosterinnere kann nur im Rahmen von Führungen ebenfalls besichtigt werden.

Bayertor Landsberg am Lech

Auch im Freistaat Bayern gibt es schöne Städtchen. Eines davon ist Landsberg am Lech. Beeindruckend sind hier vor allem die alten Stadttore und die noch gut erhaltene Stadtmauer. Einen schönen Blick auf den Lech und die Altstadt hat man, wenn man auf den Turm des "Bayertores" steigt, welches vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt. Es ist geschmückt mit den Wappen des Herzogs Wilhelm, Elisabeth di Visconti und Herzog Ernst.

Die Altstadt besteht hauptsächlich aus schön renovierten Fachwerkhäusern, kleinen Geschäften, gemütlichen Straßencafes und den Stadttoren, wie z. B. das Färbertor, das an die Zeit erinnert, als in Landsberg das damals berühmte "blaue Barchent" aus Naturfarben hergestellt wurde.

Burgruine Alt-Dahn

Das Mittelalter war auch die Zeit der Ritter und Burgherren. Auf den Sandsteinfelsen im Dahner Felsenland haben sie ihre Burgen gebaut, wie z. B. Burg Altdahn. Sowohl von dem kleinen Luftkurort Dahn, als auch von der Gemeinde Erfweiler aus, hat man einen schönen Blick auf die alte Burganlage. Sie besteht eigentlich aus den Burgen Tanstein, Altdahn und Grafendahn die vermutlich im 13., bzw. 14. Jahrhundert gebaut wurden. Bei der Besichtigung der Ruinen kann man sowohl in dunkle Höhlen eintauchen, die als Ställe dienten, als auch die Türme besteigen, um die herrliche Aussicht auf die Felsformationen in der Umgebung zu genießen. Man kann in tiefe Brunnen schauen, durch manches geheimnisvolle Fenster blicken und den alten Burggraben auskundschaften.

Wer dann auf den Geschmack gekommen ist und noch mehr Burgen erkunden will, der kann auch noch die Burg Berwartstein bei Erlenbach, den Drachenfels bei Busenberg oder die Burg Trifels bei Annweiler, auf der Richard Löwenherz gefangen war, besuchen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, auch mal die deftige Pfälzer Küche und natürlich den köstlichen Pfälzer Wein zu genießen.