Wenn es dir möglich ist, mit nur einem kleinen Funken die Liebe in der Welt zu bereichern, dann hast du nicht umsonst gelebt.
 

 

Mia ist unsere kleine Mischlingshündin. Ihre Mutter war ein griechischer Straßenhund, der mit seinen 6 Welpen auf der griechischen Insel Chalkidiki gefunden und ins dortige Tierheim gebracht wurde. Über die Tierhilfe Chalkidiki-Griechenland e.V. kam sie im Januar 2008 zu uns. Mia ist meine treue Begleiterin bei meinen morgendlichen Spaziergängen. Hier berichtet sie über ihr aufregendes Hundeleben



10.07.14

Ihr könnt euch kaum vorstellen, was in den letzten Wochen hier los ist. Bisher dachte ich immer, dass es nur an einem bestimmten Tag aus allen Ecken kracht und knallt. Doch momentan ist das echt öfter der Fall und ich habe irgendwie das Gefühl, dass das mit diesem Ding zu tun hat, in das jeden Abend alle reinschauen. Wenn da drinnen noch so ein paar kleine Männer rumrennen und einen ebenso kleinen Ball verfolgen, kann man eigentlich schon davon ausgehen, dass es bald draußen kracht und knallt. Für mich ein eindeutiges Zeichen mich im Keller auf meinem Hundekissen zu verkriechen. Vor ein paar Tagen, hat es sogar so oft geknallt, dass ich gedacht habe, das hört überhaupt nicht mehr auf. Frauchen hat mir versprochen, dass ich das nur noch ein paar Tage aushalten muss. Na hoffentlich hat sie damit recht.

24.05.14

Ach kann das Hundeleben schön sein. Die letzten beiden Tage war ich mit Herrchen und Frauchen in einem Hotel. Das war richtig entspannend. Schließlich muss ich hier nicht auf Haus und Garten aufpassen. Nur einmal sind 2 Frauen gekommen, die aufgeräumt haben. Das ist mir hier echt egal. Schließlich ist das nicht mein Revier. Auch beim Essen war ich ganz lieb und wurde dafür sogar in höchsten Tönen gelobt. Wenn wir nicht gerade beim Essen waren, sind wir im Wald gewandert. Da konnte ich endlich mal wieder so richtig mich austoben und über Stock und Stein springen. Wau ist das toll. Am Abend war ich dann so müde, dass ich noch nicht mal richtig gemerkt habe, wie lange Frauchen und Herrchen weg waren.
Jetzt sind wir wieder zu Hause und wisst ihr was. Manuel ist wieder da. Heute Nachmittag stand er plötzlich mit Steffen an der Tür und hatte wieder seinen großes rollendes Etwas dabei. Ich habe mich wahnsinnig gefreut und einen tollen Hundetanz aufgeführt. Schließlich muss ich ja zeigen, dass ich mindestens genauso interessant bin wie Koala und Känguruh. Jetzt hoffe ich natürlich, dass er mal für eine Weile hier bleibt und nicht gleich wieder verschwindet. Da muss ich in den nächsten Tagen und Wochen echt mal besser aufpassen.


14.03.14


Zur Zeit sind Steffen und ich alleine zu Hause. Ich finde das eigentlich ganz entspannend. Es kommen nicht so viele fremde Leute, die Wolle aus Frauchens Keller einfach so mitnehmen und damit gibt es für mich auch nicht so viel zu tun, von dem nervigen Postboten mal abgesehen.
Steffen hat mir erzählt, dass Frauchen und Herrchen gerade Manuel besuchen. Ich hoffe sehr, dass sie ihn mitbringen. Bis dahin genieße ich die ruhige Zeit. Steffen und ich gehen jeden Morgen und jeden Nachmittag raus, meistens mit dem Fahrrad. Da können wir nämlich ganz schön lange Strecken zurück legen. Am Anfang dachte ich, dass er das mit dem Füttern vielleicht doch manchmal vergisst. Aber das klappt wirklich gut und ich muss ihm gar nicht so lange hinter her laufen, damit er merkt dass ich Hunger habe, so wie ich das bei Frauchen manchmal machen muss. Nur nachts mag ich nicht so gerne alleine sein.


24.12.13

Ich vermisse Manuel sehr. Bis jetzt ist er noch nicht zurück gekommen. Frauchen hat mir erzählt, er ist jetzt auf der anderen Seite der Erde und streichelt dort  seltsame Tiere, die sich Känguruh oder Koala nennen. Das klingt nicht gerade nach Hunderasse.
Dafür haben wir vor ein paar Tagen einen jungen Mann am Bahnhof abgeholt. Er sieht nicht so aus wie die meisten Menschen hier. Ob er wohl auch von der anderen Seite der Erde kommt oder einfach nur einer von Frauchens Gästen ist, die hier immer wieder bei uns wohnen. Ich hoffe er ist so nett wie das Mädchen, welches vor kurzem bei uns gewohnt hat und manchmal mit mir Gassi gegangen ist.
Frauchen nimmt mich gerne mit, wenn wir neue Gäste bekommen, damit ich die Leute nicht gleich anbelle. Sie sagt mir dann immer, dass ich lieb zu den Fremden sein soll. Na ja, ich muss ja immer erst mal schauen, wer da kommt und ich kann ja wirklich nicht einfach jeden ins Haus lassen. Das wäre ja noch schöner. Also wird jeder "Neue" erstmal ein paar Tage angebellt, bis ich das neue Familienmitglied akzeptieren kann. Der Fremde heißt übrigens Ranga und kommt aus Indien, hat mir Frauchen erklärt. Anfangs habe ich ihm echt Respekt eingeflößt mit meinem energischen Bellen, aber mittlerweile verstehen wir uns ganz gut. Heute waren wir zusammen am Rhein. Das hat Spaß gemacht und heute Abend gab es ganz tolles Essen mit Schinken und so und dann auch Geschenke für alle. Ich habe natürlich auch was bekommen.





16.09.13


Kaum sind alle wieder da und ich denke, jetzt kehrt wieder mein gewohnter Alltag ein, steht doch tatsächlich schon wieder so ein rollendes etwas im Weg rum und diesmal sogar in riesengroßer Ausfertigung. Manuel wirkt sehr geschäftig, während Frauchen eher von Stunde zu Stunde nervöser wird. Und tatsächlich fahren die beiden zusammen los und zwar ohne mich. Es dauert eine ganze Weile bis Frauchen alleine zurück kommt. Na hoffentlich kommt Manuel bald wieder zurück. Ich mache hier in diesem Haus ja wirklich einiges mit. Aber dass nun mein Juniorchef nicht da ist, finde ich echt nicht gut. Schließlich hat er mich ganz gut erzogen und beim Gassi gehen voll im Griff. Wie soll ich nur ohne ihn hier zurecht kommen, wenn mir keiner sagt wo es lang geht?

5.09.13

Ich weiß, dass ich inzwischen ziemlich schreibfaul geworden bin. Das liegt mitunter daran, dass hier einfach nicht viel geboten ist. Alles ist Routine: der Morgenspaziergang, danach Futter, zwischendurch jede Menge Postboten vertreiben, Mittagsspaziergang, Herrchen kommt nach Hause, alle essen, danach Essen für mich und Feierabend. Ab 20:00 Uhr wird nur noch im äußersten Notfall gebellt. Nach unserer letzten Gassirunde ist dann Ruhe und es geht erst wieder los, wenn die morgens alle aufwachen.

Doch die letzten beiden Wochen durfte ich bei Anke verbringen. Dort fühle ich mich pudelwohl, und das liegt nicht nur daran, dass bei Anke auch der Pudel Susi wohnt. Normalerweise macht es mich immer sehr unruhig, wenn bei uns zu Hause solche seltsamen rollenden Kästen in jeder Ecke stehen. Das bedeutet meistens, dass wir entweder zusammen eine Reise machen oder dass wieder mal jemand für eine Weile aus meinem Umfeld verschwindet. Diesmal stehen da gleich 4 solcher Dinger rum und das kann nur eins bedeuten. Sie verreisen zusammen und haben keinen Platz für mich im Auto. Also darf ich zu Anke und das macht mir überhaupt nichts aus. Dort habe ich ein angenehmes Hundeleben. Ich bekomme viel Aufmerksamkeit, es fällt auch mal ein Würstchen für mich ab und ich kann mit dem Pudel im Hof rumtoben.
Schon als sie mich dort abgeliefert haben, habe ich mich in mein Körbchen gelegt und denen mal richtig die kalte Schulter gezeigt. Sollen sie doch wegfahren ohne mich. Ich werde sie bestimmt nicht allzu sehr vermissen.
Doch als mich Anke gestern in mein Haus zurück gebracht hat, habe ich mich riesig gefreut, dass alle wieder da waren. Jeder wurde schwanzwedelnd und mit meinem tollen Grinsen begrüßt.


01.01.13


Mittlerweile sind wir schon wieder eine Weile zu Hause. Nach ein paar langweiligen Winterwochen und diesem besonderen Tag wo ich zuerst nichts anrühren darf und dann wiederum was aus einem seltsamen Papier rausholen soll, war gestern ein schrecklicher Tag für mich. Schon am Nachmittag hat es überall gekracht und geknallt. Wie gut, dass ich im Keller noch ein schönes Hundekissen liegen habe, auf das ich mich zurückziehen kann. Dort kann ich zwar nicht so richtig meinem Wachhundjob nachgehen. Dafür ist es aber schön ruhig. Eigentlich dachte ich, hier könnte ich bleiben bis dieser Krach wieder aufhört. Doch dann haben sie mich mitgeschleppt in ein anderes Haus. Schon als sie meine Decke ausgebreitet haben, wurde mir klar, dass ich hier länger bleiben muss. Hoffentlich lassen die mich hier nicht alleine zurück, dachte ich und bin mal sicherheitshalber immer in der Nähe von meiner Menschenherde geblieben. So haben sie sich nicht weggetraut. Dafür haben sie auch leckere Sachen zu essen bekommen. Ich hatte ständig diesen Fleischgeruch in der Nase und wie es eben so ist als Hund, habe ich noch nicht mal was abbekommen. Irgendwann habe ich dann doch beschlossen, es mir auf meiner Decke gemütlich zu machen und eine Runde zu schlafen. Doch kaum lag ich da, ging es auch schon richtig los mit Krachen, Pfeifen und lautem Getöse. Das war eindeutig zu viel für mich. Ich habe am ganzen Körper gezittert vor Angst und gehofft, das alles bald vorbei ist. Frauchen hat mich nicht aus den Augen gelassen und mich beruhigt. Sie hat mich beschützt, obwohl das normalerweise mein Job ist.
Erst als ich nicht mehr so gezittert habe, ist sie weggegangen und bald danach war auch der Alptraum vorbei. Mannomann was den Menschen immer einfällt. Können die nicht einfach ruhig zusammensitzen und sich unterhalten, von mir aus auch über Hundeerziehung und was sie sonst noch so mit mir erleben. Aber dieser Krach - das ist ja sowas von unmöglich.

20.09.12

Wow, dieses Jahr fahren wir echt oft weg und ich darf immer mit. Ist das nicht toll? Diesmal sind wir ziemlich lange im Auto gesessen, was mir eigentlich gar nicht so gefällt. Deshalb freue ich mich immer, wenn wir eine Pause machen. Obwohl da mit langen Spaziergängen nichts drin ist. Wenn ich Glück habe, laufen sie mit mir ein Stückchen bis ich mein Geschäft erledigt habe. Dann geht es gleich wieder weiter. Als wir endlich unser Ziel erreicht haben, war ich total froh und bin erst mal in dem neuen Garten herumgerannt. Schließlich braucht Hund ja etwas Bewegungsfreiheit. Frauchen und Herrchen haben mir erklärt, wir seien jetzt an der Nordsee. Wenn wir zum Fenster rausschauen sehen wir allerdings nur Kühe, Schafe und eine Straße auf der den ganzen Tag Autos hin und herfahren. Da muss ich sogar auf dem Weg zum Auto an die Leine.
Manchmal laufen wir aber auch an dieser Nordsee entlang. Es gibt sogar einen Hundewanderweg:




Ich habe noch nie so einen großen See gesehen. Er ist auch nicht so zum schwimmen und baden geeignet, vor allem dann nicht, wenn man so wie ich erst mal einen Geschmackstest machen muss. Ob ihr es glaubt oder nicht, so schnell war ich noch nie aus dem Wasser, denn das hat ja ecklig geschmeckt. Da macht auch das Baden und Enten ärgern keinen Spaß.
Einmal sind wir mit dem Schiff zu einer Insel gefahren. Dort hatte es den schönsten Sand, den ich je unter meinen Pfoten gespürt habe. Herrchen hat mich von der Leine gelassen und ich konnte mal wieder so richtig toben. Da kam dann noch so ein kleiner ehemaliger Straßenhund wie ich daher. Mit dem habe ich mich sofort verstanden und wir sind zusammen durch die Gegen getollt. Wau, war das schön. Leider musste ich auch dann wieder an der Leine bleiben. Frauchen ist  der Meinung, es wäre auch besser so, dann würde ich nicht so viel Blödsinn machen.




29.07.12

Lustig ist es bei meiner Familie immer dann wenn Besuch da ist. Im Moment haben wir einen Gast aus Afrika. Er heißt Franck und hat ungefähr die gleiche Hautfarbe wie ich. Anfangs habe ich natürlich fürchterlich gebellt, als er unsere Haus betreten hat. Der sollte gleich mal merken, mit wem er es hier zu tun hat und wer hier der Bewacher des Hauses ist. Aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und genieße es, wenn wir jetzt wieder viele Ausflüge machen. Wir haben eine schöne Wanderung im schwarzen Wald gemacht. Da gab es einen Fluß mit ganz klarem Wasser. Normalerweise ist es mir ja lieber wenn es ein bisschen schmutzig ist, aber da musste ich einfach reinspringen. Danach sind wir an einen großen See gefahren. Das Wasser war nicht ganz so sauber, also ideal für ein Bad.






31.05.12

Ich komme gerade aus dem Urlaub zurück. Wir waren nämlich an einem großen See mit vielen hohen Bergen außenrum. Frauchen hat gesagt, wir fahren in die Schweiz. Wahrscheinlich heißt die Gegend dort so. Jedenfalls sind Frauchen und ich viel gewandert. Nicht immer nur so langweilige Wege wie hier. Nein, es ging Berge hoch und Berge runter. Das hat richtig Spaß gemacht, auch wenn ich meistens an der Leine bleiben musste. Nur diese dummen Riesentiere haben mich gestört, die immer "Muuuuhhhh" vor sich hin bellen. Einmal musste ich direkt an so einem Tier vorbeilaufen und ich hatte eine Wahnsinnsangst - Frauchen aber auch. Doch den Geruch fand ich toll. Ich habe mich gleich am ersten Tag in so einem großen wohlriechenden Haufen gewälzt, was Frauchen als Kuhfladen bezeichnet hat. Boah, das roch vielleicht toll. Leider hat es Julie überhaupt nicht gefallen. Sie hat geschimpft mit mir und gesagt, so könnten wir ja wohl nicht bei der Hütte essen gehen. Dann hat sie verzweifelt versucht mich mit irgendwelchen läppischen Tüchern auf einer Toilette sauber zu machen. Na ja so richtig gelungen ist ihr das nicht und wir wollten ja sowieso draußen essen.
Ich glaube, sie war sehr froh, als wir noch Schnee gefunden haben und ich mich natürlich auch darin vergnügt habe. Das war Spaß pur.



Auch mit Herrchen sind wir noch mal gewandert. Mannomann war das eine Tour. Zuerst musste ich Bergbahn fahren. Das hat mir überhaupt nicht gefallen, aber ich glaube Frauchen auch nicht so. Dann sind wir wieder Berge hoch und runter gelaufen. Die Schneehaufen waren jetzt etwas größer als ein paar Tage vorher und wir mussten sogar einige Bäche überqueren, die teilweise noch zugeschneit waren. Ich hatte eine wichtige Aufgabe und musste testen ob die Schneedecke hält. Denn sonst wären meine beiden Schützlinge echt mal im Bach gelandet. Zum Schluss sind wir wieder auf der Hütte angekommen. Diesmal war ich noch ganz sauber und durfte Frauchens Rucksack bewachen. Das mache ich doch gerne, denn da waren natürlich auch Leckerlis für mich drin.


 
Dann haben wir noch eine Stadt mit vielen Menschen besucht. Am lustigsten fand ich den mit den lustigen Augen und dem gelblichen Gesicht, dem Frauchen gezeigt hat, wie er mich zum Sitzen bringt. Das geht ganz einfach - Julie hebt den Finger hoch und schon sitze ich. Bei dem Mann sah das ganz komisch aus, da er die Hand gedreht hat. Aber ich bin ja ein schlauer Hund und habe trotzdem kapiert was der von mir will. Ich glaube das hat ihm gefallen, denn er hat das gleich mal seinen Freunden gezeigt.


13.04.12

Bestimmt denken alle, ich liege nur noch faul in der Gegend rum und habe keine Lust mehr zum schreiben, aber das stimmt nicht. Erstens bin ich ständig beschäftigt das Haus und seine Bewohner zu bewachen und zweitens muss ich ja auch immer neue Dinge lernen. Ich kann nämlich jetzt meinen sauber geleckten Joghurtbecher in den Müll werfen. Das ist doch eine echte Meisterleistung. Steffen hat mir das wochenlang beigebracht, denn das ist gar nicht so einfach. Schließlich bin ich ja nur ein kleiner Hund, der sich schon ein bisschen anstrengen muss, um an den Mülleimer zu kommen. Jedenfalls ist meine Familie begeistert und ich darf ganz viele Becher auslecken mmmhhhh... lecker!




07.01.12

Heute bin ich endlich mal richtig satt geworden, aber nicht weil mich meine Familie besonders gut gefüttert hat. Nein, ich habe mir mein Essen selber besorgt und habe mich einfach mal in die Speisekammer geschlichen. Dort lagen jede Menge Leckerlis, 1 Tüte mit leckeren Rinderleftzen und ein paar noch saftige Kaustreifen. Zuerst habe ich mich ja nicht getraut, da etwas rauszuholen, denn das gibt bestimmt Ärger. Doch dann habe ich erst mal geschaut, was die alle so treiben. Das hätte ich mir sparen können, denn wie immer saß jeder an seinem komischen Ding, wo sie mit ihren Pfoten darauf herumhacken und keiner hat mich beachtet. Also bin ich zurück zur Speisekammer, habe mir eine Tüte nach der anderen auf den Wohnzimmerteppich geholt und genüßlich Kaustreifen und Rinderleftzen gefressen. Mann, war das lecker und keiner hat mich gestört dabei. Eigentlich wollte ich ja auch noch die tollen Hundespaghetti verspeisen, aber das war mir dann doch zuviel, denn mein Bauch war schon soooooo voll.
Erst als ich schon zufrieden und satt in meinem Körbchen lag und vom Hundeschlaraffenland geträumt habe, kam Julie mal um nach mir zu schauen. Natürlich hat sie sofort die leeren Tüten entdeckt. Ja und dann hat sie mit mir geschimpft, falls man das so nennen kann. Sie hat getan, als wäre sie total sauer auf mich, aber ich habe sofort gemerkt, dass sie ja wieder mal nicht böse auf mich sein kann. Na ja, zum Fressen gab es dann nichts mehr für heute.


25.12.2011

Immer wenn im Zimmer so ein grüner Baum aufgestellt wird, ist hier alles anders. Da werden viele bunte Sachen drangehängt, der halbe Waldboden angeschleppt und komische Figuren aufgestellt, denen ich mich nicht mal nähern darf. Dabei sind da so schöne Schäfchen dabei. Letztes Jahr hatten die sogar total bunte Hamburger und Hot dogs an den Baum gehängt. Leider konnte man die nicht auffressen und gut gerochen haben sie auch nicht.
Am besten finde ich allerdings die bunten Päckchen, die so rumliegen. Ich habe sofort gerochen, dass da auch was für mich dabei ist. Das durfte ich dann später ganz alleine auspacken. Das war total nervig. Normalerweise darf ich nichts aus der Tüte oder sonst wo wegholen und da muss ich sogar meine Leckerlis selber auspacken. Ach ja und ein neues Kuschelschäfchen war auch dabei. Das habe ich zuerst mal richtig durchgeschüttelt und nassgesabbert, dass das auch so riecht, wie ich es haben will.
Ja und dann hatten wir noch Besuch von meinen kleinen Freunden Lars und Connor. Das ist immer sehr lustig mit den Beiden. Schade, dass sie nun auf 2 Beinen laufen. Ich fand das richtig spannend, als ich noch mit ihnen auf dem Boden krabbeln konnte. Sie mögen auch Hunde. Lars durfte mich an der Leine führen. Da bin ich dann ganz vorsichtig gelaufen. Nur als ich meine Hundefreundin Emma entdeckt habe, hatte ich kurz vergessen, dass ich ja gar nicht zu ihr rennen kann. Zum Glück haben Edgar und Julie aufgepasst, sonst hätte ich den kleinen Lars bestimmt hinter mir hergezogen.


24.09.2011

Also ich muss hier echt mal meinen Ärger los werden. Hier in dieser Familie weiß man überhaupt nicht mehr wer gerade hier wohnt und wer nicht. Bis vor Kurzem war hier alles normal. Na ja, Frauchen Verena habe ich schon eine Weile nicht mehr gesehen, aber da habe ich mir gedacht, sie wird schon wieder irgendwann kommen. Aber dann waren plötzlich alle verschwunden und ich konnte mit Steffen alleine zu Hause bleiben. Den haben sie wohl auch hier vergessen. Er hat mich immer brav gefüttert und wir sind zusammen Gassi gegangen. Ehrlich gesagt, fand ich es etwas langweilig, denn ich bin da eigentlich mehr Abwechslung gewohnt. Was ich gar nicht so toll fand, das waren die langen Nächte. Normalerweise kann ich ja Frauchen und Herrchen von meinem Körbchen aus sehen und manchmal schaue ich mal bei denen vorbei um sie morgens aufzuwecken, aber so ganz alleine im Wohnzimmer zu liegen. Das hat überhaupt keinen Spaß gemacht. Also habe ich mitten in der Nacht einfach mal drauf los gebellt um zu kontrollieren, dass mir Steffen nicht auch noch davon läuft. Ich glaube er fand das nicht so lustig. Aber er hat mich immer wieder beruhigt und ich konnte wieder weiterschlafen. Na ja, irgendwann sind dann alle wieder mit ihren Koffern zurückgekommen. Sogar Verena haben sie mitgebracht. Ich habe genau gerochen, dass die in der Zwischenzeit auch mit anderen Hunden gespielt haben. So was Gemeines!!! Aber sie haben auch eine neue Pfeife mitgebracht. Na ja, Frauchen hat es immer noch nicht raus, wie man da einen Ton rausbringt. Aber ich komme dann einfach, wenn sie das Ding in den Mund nimmt. Meistens gibt es dann auch ein Leckerli für mich und dafür tue ich einfach alles.

Ja und heute morgen standen doch tatsächlich schon wieder zwei Koffer an der Tür. Ich habe es schon geahnt, dass die mich wieder nicht mitnehmen. Wenn ich das schon höre :" Tschüß liebe Mia, sei schön lieb und passe gut auf." Na ja, das mache ich ja immer, aber wenn ich jeden anbelle, der sich dem Haus nähert ist es ja auch nicht Recht. Ich hoffe bloß, dass sie diesmal nicht so lange wegbleiben. Aber vielleicht bringen sie diesmal Jamie mit. Die habe ich nämlich auch schon lange nicht mehr gesehen und ich mag sie doch so sehr.



05.06.2011


Momentan geht mir gar nicht so gut. Ich wurde nämlich vor ein paar Tagen operiert. Frauchen hat gesagt, ich soll keine Hundebabys bekommen. "Die machen nur Stress", behauptet sie. Habe nur noch nicht rausgefunden, ob sie damit mich oder sich verschonen wollte. Na, ja ist jetzt auch nicht mehr wichtig. Jedenfalls sind wir zur Tierärztin gefahren, die mir mal wieder eine Spritze verpasst hat. Ich würde jetzt gleich schlafen, haben alle gedacht, aber da haben die sich getäuscht. Ich habe mich nämlich so lange wach gehalten wie nur möglich. Man will ja als richtiger Wachhund nichts verpassen. Als ich aufgewacht bin, war alles ganz komisch. Ich bin nur so rumgefallen und wusste nicht so recht, was jetzt los ist. Also habe ich ein bisschen rumgejammert und mich dann schließlich zu Hause auf meine Decke gelegt und weitergeschlafen.


Mittlerweile wäre ich ja wieder topfit, wenn dieses blöde Jucken und Ziepen nicht wäre. Ich könnte den ganzen Tag lang mich kratzen. Aber das geht nicht, da sie mir ständig so ein komisches Plastikding um den Kopf legen. Da ist meine geliebte Bewegungsfreiheit ziemlich eingeschränkt. Frauchen hat mir auch ein T-Shirt genäht. Soviel wie die immer strickt und näht, hat es ja irgendwann mal kommen müssen, dass ich auch eines ihrer kreativen Werke tragen muss. Ich habe das ja auch ein paar Tage mitgemacht. Aber heute Nacht hat mich das Ding dermaßen gestört, dass ich es so ziemlich zerfetzt habe. Ich hoffe, Frauchen ist nicht allzu enttäuscht. Vielleicht sieht sie jetzt auch ein, dass Hunde keine stylischen Klamotten brauchen.

08.05.2011

Ich glaube mir ist schon wieder eines meiner "Schäfchen" abhanden gekommen. Die Verena ist nämlich schon vor ein paar Tagen mit so einem Großen, schweren Ungetüm, das man hinter sich her ziehen kann los gezogen und nicht mehr zurück gekommen. Dabei passe ich hier immer so gut auf, dass keiner rein kommt und jemanden mitnimmt. Aber die stecken hier alle unter einer Decke und lassen mich einfach zu Hause wenn sie weggehen und dann bin ich echt machtlos. Ich vermisse sie so sehr und liege oft vor der Treppe, damit ich nicht verpasse, wenn sie nach Hause kommt. Aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass das noch eine Weile dauert. Wäre ja nicht das erste Mal. Also muss ich wieder geduldig sein und aufpassen, dass wenigstens die anderen Familienmitglieder hier bleiben.

Zum Glück habe ich meinen Verehrer "Max". Er kommt jetzt wieder vorbei um mich zu besuchen. Den lassen sie allerdings auch nicht rein. Nur einmal habe ich alle ausgetrickst und bin über den Gartenzaun abgehauen. Dann konnten wir uns in aller Ruhe treffen. Allerdings waren Frauchen und Herrchen nicht sehr begeistert von meiner Idee.

24.04.2011

Heute war vielleicht was los im Garten. Frauchen hat überall bunte kleine Röllchen versteckt. Das hat sie noch nie gemacht - sogar auf den Bäumen und in den Sträuchern, immer so, dass ich ja nicht drankomme. Ich glaube sie wollte mich ärgern.

Steffen, Verena und Manuel haben dann viel Spaß beim Suchen der bunten Menschenleckereien gehabt. Daraus soll noch einer schlau werden. Die können doch einfach an den Schrank gehen und sich holen was sie wollen. Da muss man doch nichts im Garten verstecken. Nur für mich gibt es keine Selbstbedienung. Ich muss immer betteln und warten, bis ich was abbekomme. Ich habe dann anschließend geschnüffelt, ob nicht doch noch irgendwas für mich auf dem Rasen liegt, aber noch nicht mal ein paar Krümel haben sie für mich armen Hund liegen lassen. Na warte, ich gebe von meinen Leckerlis auch nichts ab.

Am Abend habe ich mich dann sehr gefreut, dass uns Jamie mal wieder besucht hat. Ich mag sie sehr und ich glaube sie mich auch. Für sie war im Garten auch nichts mehr zu finden. Die Welt ist einfach ungerecht.

10.04.2011

Endlich ist es wieder wärmer draußen und ich kann wieder im Garten toben. Das mache ich nämlich total gerne. Auch darf ich jetzt wieder am Fahrrad mitlaufen. Frauchen hat da so eine Stange an der sie mich festbindet. Das finde ich zwar nicht so schön, wie an der Leine, aber sie lässt mich im Feld immer laufen und dann habe ich richtig viel Freude beim nebenher rennen. Wenn ich sie dabei noch mit meinem raffinierten Augenaufschlag anhimmle, fällt dann auch hin und wieder ein Leckerli für mich ab. Oft treffen wir auch Bonnie, die jetzt wieder im See schwimmen darf. Ihr Herrchen hält immer ein Leckerbissen für mich bereit. Das finde ich total cool und das Frauchen von Sandy hat diese leckeren Leberkekse, die sie selber backt. So was tolles kann mein Frauchen nicht. Trotzdem habe ich einfach ein tolles Hundeleben und das genieße ich.

04.01.2011

Die Aufregungen hier nehmen kein Ende. Heute morgen bin ich mal wieder beim Gassi gehen ausgebüchst weil es in meinem Lieblingsgarten am Rhein so toll nach frischen Knochen geduftet hat. Auf Julies rufen und schreien habe ich einfach nicht reagiert und "Tauber Hund" gespielt. Nachdem ich ein bisschen vom Knochen genascht habe, bin ich zu ihr zurück gelaufen und habe sie mit meinem besten Hundeblick angeschaut. Ich weiß ja, dass sie dann nicht mehr böse ist. Beim Weiterlaufen habe ich dann gemerkt, dass was an meiner Pfote piekst. Ich war aber ganz tapfer und habe versucht so normal wie möglich weiterzulaufen. Doch irgendwann ging das nicht mehr und ich konnte nicht mehr auf meinem Fuß stehen. Herrchen hat gesagt, da sei etwas in meinem Fußballen und hat an mir herumgefummelt mit einer Pinzette. Danach bin ich dann endgültig nur noch auf 3 Pfoten gelaufen.

Am Mittag kamen Verena und Manuel mit ihren sogenannten " 3 Königen" zu Besuch. Sie haben komische Sachen gesagt und dann was an die Tür geschrieben. Es gab Dampfnudeln. Das sind die Dinger, bei denen Frauchen immer diesen gräßlich lauten Rauchmelder auslöst. Alle haben mich ausgelacht, weil ich auf 3 Beinen durch die Gegend gehüpft bin. Dann sind sie wieder in ihre bunten Kostüme geschlüpft und sind weitergegangen. Auch der Besuch ist heute morgen wieder ausgezogen. Jetzt bin ich wieder die "Königin" hier.

Es wäre alles wunderbar gewesen und ich wäre auch auf 3 Beinen Gassi gegangen. Aber Herrchen hat mich dann doch zu der Tierärztin geschleppt. Sie hat an mir herumgepiekst und Herrchen hat mich so fest gehalten, dass ich mich echt nicht bewegen konnte. Nach einer Weile hat sie endlich was aus meinem Fuß gezogen und behauptet es sei ein Stachel. Wahrscheinlich habe ich mir den in dem "Knochengarten" geholt. Dann hat sie noch gesagt, dass ich dabei bestimmt nichts gelernt hätte - so eine Gemeinheit!  Anschließend hat sie mir noch eine Spritze verpasst und wollte mich mit einem Leckerli aus ihrer Kiste abspeisen. Das habe ich nicht genommen - schließlich habe ich ja auch meinen Stolz. Zum Glück hat Herrchen es in der Hand behalten und so konnte ich es später doch noch fressen. Hat ja auch ganz gut geschmeckt.

Als wir zu Hause waren, habe ich erst mal ein paar Stunden geschlafen nach diesem aufregenden Tag und danach konnte ich wieder auf 4 Beinen durch das Zimmer fetzten, was ich natürlich auch richtig genossen habe.

02.01.2011

Gestern war mal wieder der Tag, an dem alle behaupten ich wäre ein komischer Hund. Angeblich würden alle anderen Hunde den ganzen Tag unterm Tisch liegen vor Angst und das alles nur wegen ein paar blinkender Dinger am Himmel die Krach machen. Man kann vor einer Plastiktüte am Straßenrand oder vor einem großen Hund Angst haben, aber doch nicht vor den schönen beweglichen Sternen am Himmel. Ich bin da immer sehr neugierig und möchte wissen, wie die da hoch kommen.

Was mir viel mehr Angst macht, sind diese fremden Leute, die hier schon wieder zu Gast sind. Es hätte mich echt gewundert, wenn das Gästezimmer mal für längere Zeit unbewohnt wäre. Julie hat mir erklärt, der Besuch kommt diesmal aus Brasilien und Hamburg. Ob das in der Nähe von Korea, China oder Amerika liegt. Ich habe keine Ahnung. Hauptsache die vergessen nicht mich zu füttern, weil sie sich ständig um die Gäste kümmern müssen.

Gestern habe ich gedacht, die gehen überhaupt nicht ins Bett und dann haben sie mitten in der Nacht noch lautstark eine Flasche geöffnet und zusammen die Gläser aneinandergeknallt. Steffen und Manuel haben komische Stangen in den Himmel geschossen und Julie hat ständig "schöööön" gesäuselt. Ich glaube, sie mag die bunten Sterne am Himmel auch.

Ich war sehr froh, als endlich alle im Bett verschwunden sind und ich meine Ruhe hatte.

04.12.2010

Seit ein paar Tagen ist endlich Verena wieder hier. Die war ja echt lange weg. Frauchen hat mir schon vor ein paar Tagen ständig angekündigt, dass jetzt Verena bald kommt. Ich konnte es kaum erwarten und dann wurde plötzlich ganz viel telefoniert und mit dem komischen Handtelefon rumgespielt bis dann endlich klar war. Sie möchte lieber noch eine Nacht in London verbringen. Na, die hat wohl überhaupt keine Lust mehr nach Hause zu kommen. Dabei habe ich sie doch so vermisst.

Am nächsten Tag ging diese Telefoniererei schon wieder los. Ich musste alleine mit Anke Gassi gehen und als wir zurückkamen, war keiner mehr da. Sowas habe ich gerne. Da lenken sie mich ab und verschwinden dann alle. Doch die Warterei hat sich gelohnt und ich konnte Verena dann endlich wieder schwanzwedelnd begrüßen.

Es macht richtig Spaß mit ihr Gassi zu gehen und sie spricht auch irgendwie anders. Wenn ich was gut gemacht habe, heißt es plötzlich nicht mehr "braver Hund" sondern "gud görl" und wenn ich ins Körbchen soll, sagt sie "go tu bed".  Das habe ich ganz schnell kapiert. Was "shat ab" bedeutet verstehe ich nicht so richtig. Das hört sich so böse an und ich mag das nicht lernen.

Jetzt kommt auch Florian wieder öfter vorbei und ich freue mich sehr, wenn er ein paar Leckerlis für mich dabei hat. Jetzt ist meine Herde wieder komplett und ich freue mich tierisch darüber.

27.11.2010

Gestern hatten wir hier eine echt coole Party hier. Schon am frühen Morgen hat Herrchen den Esstisch auf maximale Länge umgebaut und ich ahnte schon, was auf mich zukommen wird. "Hat man denn hier gar nie seine Ruhe?" fragte ich mich und habe vorsichtshalber schon mal bei jedem Geräusch vor der Tür losgebellt. Es hat aber wie immer nicht viel genützt.

Zuerst kam Jamie mit einer großen Tüte, die nach Fleisch roch. Und tatsächlich holte sie ein Riesenfleischstück heraus, stopfte noch irgendwas hinein uns schob es dann bei uns in den Backofen. Dann sind wir erst mal zusammen Gassi gegangen. Jamie und Julie haben noch im Flohmarktlädchen einen Tee oder Kaffee getrunken und dann ging es wieder nach Hause wo es total lecker aus dem Ofen roch.

Tja und dann kamen die Gäste gruppenweise an. Zum Glück war auch mein Freund Max mit seiner Familie dabei. Die kenne ich schon und sie machen mir nicht so viel Angst. Auch Max ging sofort in die Küche wo es so köstlich duftete. Kurze Zeit später wurde die Backofentür geöffnet und ich konnte es kaum noch aushalten. Kein Wunder dass Max schon meinen Ball zerbissen hat. Da muss man ja Hunger kriegen. Doch wie immer haben sich die Menschen über das leckere Fleisch hergemacht (außer Frauchen natürlich) und wir Hunde konnten unterm Tisch rumsitzen. Zeitweise habe ich mich sogar vor dem Backofen auf die Lauer gelegt und die leckeren Dinge bewacht.

Vielleicht ist es ja diesmal für mich. Aber es war für Steffen und den anderen Jungen, der später kam. Herrchen hat sich dann zum Glück erbarmt und hat mir etwas von dem leckeren Fleisch in meinen Napf getan. Menno, schmeckte das gut!!! Irgendwie haben die dauernd was von "Thänksgiving" erzählt. Das hört sich doch komisch an. Na ja, jedenfalls können die ruhig öfters solche Partys feiern.

30.10.2010

Seit ein paar Tagen habe ich einen richtigen Verehrer. Er heißt Max und wohnt nicht weit von uns weg. Manchmal sitzt er einfach vor meinem Wintergartenfenster und himmelt mich an. Wow, tut das gut! Ich jaule dann immer kräftig um zu zeigen, dass ich zu ihm raus will. Aber da sind die alle sowas von hartnäckig. Keiner lässt mich zu ihm. Die gönnen einem echt gar nichts. Normalerweise interessiert er sich ja nicht ganz so arg für mich, wenn ich ihn auf der Straße treffe. Deshalb freue ich mich besonders und würde gerne mit ihm im Garten spielen. Aber Frauchen lässt mich überhaupt nicht zu ihm hin. Als ob sie Angst um mich hätte. Sie sagt, ich solle keine Babys bekommen. Dabei will Max doch vielleicht nur mit mir spielen. Außerdem fände ich es ganz cool, Babys zu bekommen. Bestimmt schaffen wir es eines Tages unsere Frauchen und Herrchen auszutricksen. Schließlich sind wir Hunde ja nicht blöd. Bis dahin sitze ich weiterhin jeden Tag am Wintergartenfenster und warte darauf, ob er wiederkommt.

07.10.2010

Ich habe richtig geraten. Seit ein paar Tagen, wohnt Jamie hier bei uns. Sie kommt aus Amerika und ist total lieb. Ich glaube sie mag Hunde sehr. Sowas spüre ich sofort. Ich mag sie auch und begrüße sie stets ganz freundlich, denn sie gehört ja irgendwie zur Familie.

Wenn neue Leute hier sind, machen wir immer ganz tolle Ausflüge. So sind wir vor ein paar Tagen in einen schönen Wald gefahren, um dort zu laufen und so komische Figuren am Wegrand anzuschauen, die Herrchen immer so gerne mag. Mir gefällt das auch. Da gibt es immer viel zu beschnuppern und abundzu trifft man auch andere Hunde. Danach haben wir ein kleines Städtchen mit vielen alten Häusern besichtigt. Frauchen und Jamie haben ständig Fotos gemacht. Das fand ich ziemlich langweilig. Aber als wir dann noch eine Burg erkundet haben, war ich wieder total interessiert. Besonders toll finde ich es, wenn man von oben runterschauen kann.

Es war ein ganz toller Tag. Ich war anschließend hundemüde und Frauchen behauptet sogar ich hätte in meinem Körbchen gelegen und geschnarcht. Na ja, wenn sie sonst nichts an mir auszusetzen haben....

27.09.2010

Julie rennt hier schon wieder ganz aufgeregt herum, räumt komischerweise ihr Nähzimmer auf und irgendwie habe ich das Gefühl, als ob hier mal wieder ein neues Familienmitglied einzieht. Ehrlich gesagt, das ist bei uns nichts Neues und ich bin echt gespannt, ob ich es schon kenne oder nicht.

Eigentlich warte ich ja schon seit ein paar Wochen auf Verena. Sie ist mit einem großen Koffer weggegangen und bis jetzt noch nicht zurückgekommen. Ich vermisse sie soooo sehr und hoffe, dass sie bald wieder kommt. Auch der Freund mit den Leckerlis in der schönen Dose kommt jetzt nicht mehr. Finde ich echt schade, denn er bringt mir immer ganz tolle Sachen mit, obwohl ich ihn immer anbelle.

09.08.2010

Boah, bin ich in den letzten Tagen viel gelaufen. Wir waren nämlich in Urlaub und diesmal durfte ich sogar mit. Dafür mussten Steffen, Verena und Manuel zu Hause bleiben. Ob die auch Urlaub bei Anke gemacht haben, wie ich manchmal??? Jedenfalls hat es mir einen Mordspaß gemacht, solche ewig langen Spaziergänge zu machen. Es war auch nicht so langweilig wie der Feldweg zu Hause. Mal ging es bergauf und mal ging es bergab, dann mal geradeaus oder an einem kleinen Fluss entlang. Am besten hat es mir im Wald gefallen und dann noch wenn ich so richtig einen Berg hochsausen konnte. Nur musste ich dann immer ewig auf Frauchen und Herrchen warten. Menno, die sind aber auch gar nichts gewohnt. Ich habe auch viele andere Hunde kennengelernt. Manche waren nett und ich habe mit ihnen gespielt. Andere mochte ich nicht so und das habe ich denen auch gleich mal zu verstehen gegeben. Wir haben auch einen Bordercollie getroffen mit Dackelbeinen. Der sah vielleicht lustig aus, dafür konnte er genau so schnell rennen wie ich und es hat richtig Spaß gemacht mit ihm auf dem Waldweg hoch und runter zu sausen. Leider mussten wir viel zu schnell weitergehen. Schließlich hatten wir noch einen weiten Weg vor uns, so wie jeden Tag. Dann kamen wir jedes Mal an einem anderen Haus an und irgendwie haben die es immer geschafft, mein Bett dort hin zu bringen und meinen Koffer mit dem Futter. Das fand ich total super.

Ich habe immer das Zimmer gefunden, wenn Frauchen und Herrchen mit dem Essen fertig waren. Die haben sich dann gewundert, wenn ich vor der richtigen Tür stehen geblieben bin. Na ja, so eine gute Nase wie ich hat nicht jeder. Jetzt bin ich aber froh, wieder in meiner gewohnten Umgebung zu sein, auch wenn ich wieder so langweilige Feldwege laufen muss. Doch bestimmt gehen wir mal wieder in Urlaub.

23.06.2010

Ich glaube, die Menschen haben jetzt völlig den Verstand verloren. In der letzten Zeit haben sie so komische Stofffetzen an ihren Autos und Fahrrädern oder was sich sonst noch so bewegt. Außerdem wird ständig rumgekrölt und gesungen. Ich verstehe nur "waka waka". Julie singt und tanzt auch hier rum, aber das ist ja nichts neues. Nur dass der Fernseher so oft läuft ist bei uns schon sehr ungewohnt und dass die immer das gleiche schauen wollen, begreife ich auch nicht. Da rennen doch immer nur irgendwelche Menschen einem Ball hinterher. So was langweiliges. Ich spiele ja auch gerne mit dem Ball, aber doch nicht so ewig lange und "Tor" schreit bei mir auch keiner. Ich hoffe nur, dass die alle bald wieder normal sind so wie wir Hunde. Fehlt nur noch, dass sie uns auch noch solche schwarz-rot-gelb gestreifte Fetzen umhängen.  

05.04.2010

Ich möchte euch mal meine neue Freundin vorstellen. Sie heißt Nini und Frauchen hat mir gesagt, sie kommt aus China, einem ganz weit entfernten Land. Ich mag sie jedenfalls sehr und sie ist auch ganz lieb zu mir. Ich bin auch ganz brav und belle sie überhaupt nicht an und das will bei mir echt was heißen.

Gestern morgen haben wir zusammen Osternester gesucht. Julie hat gedacht, dass keiner sie beim Verstecken sehen kann, aber ich habe alles ganz genau beobachtet. Als sie dann alle gerufen hat, um die Nester zu suchen, bin ich doch geradewegs meiner guten Nase gefolgt und schon hatte ich meine Knabberstange unterm Gebüsch gefunden. Alle Anderen haben natürlich viel länger gebraucht und verraten habe ich nichts. Nach einer Weile hatte dann jeder sein Geschenk und ich hatte längst meine leckere Stange aufgefressen.

Wenn Besuch da ist, machen wir auch oft Ausflüge. Vorgestern waren wir auf einer alten Burg in Frankreich.  Da konnte ich auf einer richtigen Kanone rumklettern. Das war cool. Heute waren wir im Schwarzwald und sind dort ein bisschen gewandert. Es hatte sogar noch ein paar alte Schneeklumpen und auf dem See konnte man fast noch laufen, war nur ein bisschen wackelig unter meinen Füßen und hat komisch geknackt. Da hat Herrchen gesagt, ich solle besser wieder runter gehen. Mal sehen wie lange Nini noch bleibt und was wir noch so alles unternehmen.

06.03.2010

Heute morgen schaue ich zum Fenster raus und was sehe ich da? Da liegt schon wieder das weiße Zeug, welches ich so gerne mag. Da habe ich mich riesig gefreut. Aber ich scheine die Einzige zu sein. Frauchen hat gesagt, sie findet das überhaupt nicht mehr lustig. Wie auch immer, mir gefällt es und ich war den ganzen Morgen draußen. Am liebsten spiele ich mit meinem Tennisball. Dann sause ich einfach mal damit durch den Garten und um den Teich. Das macht echt Spaß. Ich bin eben nicht so ein Stubenhocker wie die Anderen. Sollen sie doch lesen und mit den Nadeln klappern soviel sie wollen. Ich tobe jedenfalls lieber draußen rum. Und meine griechischen Kollegen wären bestimmt ganz neidisch, denn auf Chalkidiki gibt es nicht so weißes, kaltes Zeug.

14.Februar 2010

Ja, ich hatte jetzt wirklich eine relativ ruhige Zeit. Aber vor der Haustür ist gerade ganz schön viel los: laute Musik, komische Gestalten auf der Straße und ganz bunte, verrückte Fahrzeuge. Ich hoffe, dass hier keiner davon einziehen will. Man weiß ja nie. Na ja, solange die Leckerlis in der Tasche haben, ist es auch egal. Nur habe ich Angst, wenn die so komische Dinge auf dem Kopf haben, so wie Steffen und Verena heute.  Und dann wundern sie sich, dass sie von mir angebellt werden. Zum Glück laufen die nicht immer so rum. Verena hatte sogar einen kleinen roten Ball auf der Nase. Das fand ich sehr interessant. Ich durfte auch mal daran schnuppern und dann bekam ich dieses komische Hütchen. Alle fanden es lustig, nur ich wollte es so schnell wie möglich wieder loswerden. Ich mag eben nicht solche lästigen Dinge auf dem Kopf haben. Das ist nur was für Menschen.

 

04.Januar 2010

So Leute, langsam kehrt hier wieder Ruhe ein und man kann als Hund mal so richtig seine Mittagsruhe genießen. In den letzten Tagen war hier echt viel los. Zuerst dachte ich, na ja jetzt habe ich einen neuen Korb und somit ein lockeres Hundeleben. Doch dann haben sie angefangen, diesen Baum zu schmücken und das grüne Zeug, welches ich einen Tag vorher im Keller gefunden habe, darunter aufzubauen. Dazu kam noch dieser gut riechende Holzkasten und ein paar unbewegliche kleine Leute, die zwar gut duften, aber ganz stumm sind. Schon wenn ich in deren Nähe kam, haben alle "Mia nein!!!" geschrien. Na ja, irgendwann habe ich es eben aufgegeben, die Minileute zu beschnuppern, die wollten ja sowieso nicht mit mir spielen. Der Baum wurde dann hell beleuchtet und alle haben gesungen. Ehrlich gesagt, es klang nicht sehr gut, aber es schien allen Spaß zu machen. Danach wurden dann die vielen Papierpäckchen ausgepackt. Eines war für mich dabei, das habe ich sofort gerochen. Das hat nämlich Florian mitgebracht. Anscheinend mag er mich, obwohl ich ihn immer anbelle, wenn er zu Besuch kommt. So langsam habe ich den Eindruck, dass er zu meiner Familienherde gehört und freue mich wenn er kommt.

Jedenfalls kamen in den letzten Tagen immer wieder neue Besucher und meine Familie hat sich immer sehr darüber gefreut. Doch am tollsten fand ich die kleinen Kinder und die, die so eine komische Sprache gesprochen haben. Sie haben ganz oft mit mir gespielt und haben mir sogar ein neues Spielzeug mitgebracht. Sie hatten viel Spaß mit mir und ich durfte ganz oft "High five" und "shopping" machen. Ihr "Sitz" klang mehr nach "sit", aber ich bin ja ein flexibler Hund und höre auch darauf. Der Mann hat mir sogar von seiner Wurst abgegeben. Das fand ich ganz toll und habe ihm deutlich gezeigt, dass er nun mein Freund ist, indem ich ihm ständig nachgelaufen bin. Frauchen hat mir erklärt, dass sie aus Amerika kommen und ich das Zerrspielzeug nicht gleich kaputt machen darf. Na ja, so ganz habe ich mich nicht daran gehalten. Es besteht jetzt mehr oder weniger aus Quietschtierchen und einzelnen Seilen.

Mittlerweile ist es hier wieder ruhiger. Wer weiß wie lange?

23.Dezember 2009

Es ist momentan sehr anstrengend hier. Alle sind voll beschäftigt und keiner hat so richtig Zeit für mich. Ständig klingelt es an der Tür oder am Telefon, jemand fährt weg und kommt mit komischen Dingen, wie z. B. einem Baum zurück oder hat irgendwas unterm Arm, was ganz schnell weggepackt werden muss. Frauchen hat sogar das Zimmer versperrt, wo immer die fremden Leute schlafen. Nur mich hat sie reingelassen, was ich ja echt klasse fand von ihr.

Gestern dann kamen Verena und Frauchen zurück und hatten einen superkuscheliges Sofa unterm Arm mit so Hundepfoten drauf wie auf meiner Decke. Ob das wohl für mich ist, habe ich mich gefragt oder zieht hier womöglich noch ein Hund ein? Wäre ja vielleicht ganz lustig, aber irgendwie habe ich meine Herrchen und Frauchen doch lieber für mich alleine. Jedenfalls haben sie das Ding vor mich hingestellt und Herrchen hat gesagt: "Auf, geh rein!" Na sowas lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen und schwuppdiwupp saß ich drin und es ist sowas von weich, ich wollte gar nicht mehr raus. Verena sagte dann was von Weihnachtsgeschenk. Aber das hat mich nicht mehr allzusehr interessiert. Das gehört jetzt einfach mir und damit basta.

13.Dezember 2009

Ich weiß, ich bin im Moment ein bißchen schreibfaul. Das liegt daran, dass ich so viel zu tun habe. Ich habe keine Ahnung was hier los ist. Da klingelt dauernd dieser Mann, der diese öden Päckchen vorbeibringt. Ich belle wie verrückt, meine Nackenhaare stehen zu Berge und was macht Frauchen? Sie begrüßt ihn ganz freundlich, nimmt die Päckchen entgegen, schreibt irgendwas auf so ein komisches Gerät und das Schlimmste ist dann: sie schimpft mit mir, weil ich sooooo laut bin. Aber ich finde, man muss als Hund schon aufpassen, dass hier nicht gerade jeder reinläuft. Nur die nette Frau, die eine Knabberstange für mich aufs Paket legt, die finde ich klasse, obwohl sie natürlich auch angebellt wird. In der letzten Woche ging es dann soweit, dass hier ziemlich viele Leute aufgetaucht sind. Glücklicherweise blieben sie vor der Tür stehen. Ich hatte den ganzen Tag schon gespürt, dass hier irgendwas im Gange ist, da Frauchen ziemlich nervös durch die Gegend gelaufen ist. Sie hat das Fenster geschmückt, irgendwelche Getränke gemixt und heiß gemacht und am Schluß hat sie alles vor die Tür getragen, als ob man bei diesem Schmuddelwetter im Freien essen könnte. Doch die Leute draußen haben sich anscheinend darüber gefreut. Sie haben zuerst gesungen, dann hat ihnen Verena eine Geschichte vorgelesen ( war übrigens ganz toll, ich habe auch zugehört); Manuel und sein Freund haben Musik gemacht und anschließend haben sich die Menschen unterhalten und etwas getrunken. Na ja, war eigentlich ganz nett und ein paar Streicheleinheiten für mich gab es auch. Solange keiner mein Revier betritt bin ich ja auch ganz friedlich. Das hat dann auch niemand gewagt. Bin mal echt gespannt, was dieser Familie noch so alles einfällt. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass hier momentan so einiges im Gange ist und jeder hat so seine Heimlichkeiten. Also muss ich besonders wachsam sein.

09.Oktober 2009

So Leute, jetzt kann ich mich endlich wieder melden. Mir ging es in den letzten Tagen nämlich gar nicht so gut. Ich musste immer soviel husten und manchmal musste ich auch spucken. Frauchen war mit mir bei der netten Tierärztin. Die hat mich untersucht und mir eine Spritze verpasst. Es hat nicht sehr weh getan und ich bin ja auch ein sehr tapferer Hund. Viel schlimmer war allerdings die Medizin, die ich schlucken musste. Zuerst hat Frauchen versucht mir das Zeug mit der Spritze in den Mund zu schieben. Da habe ich mich aber heftig gewehrt. Deshalb war es dann Herrchens Job. Das hat mir erst recht nicht gefallen, denn er hält mich viel zu fest. So ging das also jeden Morgen und jeden Abend - total lästig! Nach 3 Tagen haben sie dann aufgegeben. Ich wurde aber diesen ekligen Geschmack nicht los. Sogar das Stückchen Leberwurst in meinem Futter hat nach diesem Zeug geschmeckt. Ansonsten habe ich viel geschlafen und hatte nicht so große Lust  zum Toben und Spielen. Frauchen hat mich gelobt, weil ich so eine ganz Liebe bin und nicht rumjammere, bin ja auch nicht so ein Jammerlappen wie manche Rüden. Sie hat mich ganz oft gestreichelt, was ich natürlich sehr genossen habe. Kranksein hat auch seine schönen Seiten. Doch jetzt bin ich endlich wieder fit und wir können wieder lange Spaziergänge machen. Ich habe gestern sogar mal wieder einen Fasan im Feld entdeckt. Der hatte gedacht er könne sich vor mir im Gebüsch verstecken. Tja, war wohl nichts. Den habe ich mal richtig erschreckt und dann ist er davon geflogen. Das machen die immer so und ich stehe dann da und muss denen hinterherschauen. Manchmal wünsche ich mir, ich könnte auch einfach losfliegen.

15.September 2009

Ich weiß nicht so recht was passiert ist, aber irgendwie sind Stupsi und Mäxchen, meine beiden Zwergkaninchenfreunde verschwunden. Es war schon am Samstag komisch, da hat mich beim Füttern nur Mäxchen begrüßt. Stupsi lag stumm im Stall und hat sich überhaupt nicht bewegt. Max wirkte auch irgendwie traurig und Edgar hat Stupsi später herausgeholt und weggetragen. Doch seit gestern ist auch Mäxchen weg. Ich wollte heute morgen, wie immer mit Frauchen zum Füttern gehen, aber sie ist nicht mit mir gegangen. Zuerst dachte ich, es liegt daran, dass sie lieber mit unseren fremden Gästen, zwei liebe Mädchen übrigens, erzählt. Aber später habe ich gesehen, dass der Stall lehr ist. Dann hat mir Frauchen erklärt, dass die beiden sehr krank waren und nun im Hasenhimmel sind. Ich hoffe, den beiden geht es dort gut, aber ich vermisse sie sehr.

22. August 2009

So, jetzt bin ich wieder zurück aus meinem Urlaub. Ich durfte nämlich 3 Wochen bei meiner Freundin Anke und Susi verbringen. Das war klasse. Jeden Tag konnte ich mit Pudel Susi spielen und mit Anke spazieren gehen. Manchmal haben wir uns auch mit meiner Labrador-Freundin Emma getroffen, fand ich echt toll. Wir haben auch Ausflüge mit einem großen Fahrzeug gemacht. Da konnte man sogar richtig wohnen darin. Sowas habe ich noch nicht erlebt. Doch jetzt bin ich froh, dass ich wieder zuhause bin, auch wenn alle hier irgendwie ein bisschen verschlafen sind, sogar mitten am Tag. Ich habe keine Ahnung, wo meine Familie so lange war. Es ist ja aber auch egal, Hauptsache alle sind wieder wohlbehalten zurückgekehrt und ich kann wieder auf meinen Lieblingsplätzen im Wintergarten oder auf dem Balkon liegen, einfach vor mich hindösen oder mit jemandem  Ball spielen. Sie wollen immer, dass ich den Ball zurückbringe, aber das will ich nicht. Ich lass mir nicht so einfach was wegnehmen, es sei denn ich bekomme ein Leckerli dafür.

14. Juni 2009

Stellt euch vor, Steffen ist wieder da. Gestern sind Herrchen, Frauchen und ich mit dem Auto erst mal ein ganzes Stück gefahren. Dort wo wir ausgestiegen sind, war ziemlich viel los. Viele Leute mit großen Taschen und ähnlichem sind durcheinander gelaufen und man musste ganz schön auf seine Pfoten aufpassen. Wir haben dann eine ganze Weile gewartet und ich wusste überhaupt nicht was das soll. Aber dann stand Steffen plötzlich vor mir. Ich bin natürlich vor Freude um ihn herumgehüpft. Schließlich habe ich ihn ja schon ewig nicht mehr gesehen und habe ihn sehr vermisst. Ich bin froh, dass jetzt mein Rudel wieder komplett ist und hoffe, das bleibt jetzt auch mal für eine Weile so, aber man weiss ja nie, was denen noch so alles einfällt. Er hatte auch so ein großes Ding auf Rollen dabei. Mit dem musste ich meinen Platz im Auto teilen. War dann schon nicht mehr ganz so gemütlich auf der Heimfahrt. Ich war aber so müde von dieser Aufregung, dass ich sofort eingeschlafen bin. Ich habe geträumt, dass Steffen mit mir spielt und spazieren geht. Manche Träume werden auch wahr....!

25. Mai 2009

So jetzt durfte ich auch mal eine große Reise machen. Das war ganz spannend: Vor ein paar Tagen sind Verena, Frauchen und ich zu dem Ort gefahren, wo wir normalerweise nur jemanden abholen. Aber diesmal sind wir ein paar Treppen hochgelaufen und dann in ein großes rotes Fahrzeug gestiegen. Verena ist nicht mitgekommen. Vielleicht hatte sie Angst, so wie ich anfangs, aber ich muss ja immer mit dem gehen, der meine Leine hat, ob ich will oder nicht. Ich saß dann also etwas zitternd auf dem Flur dieses schnellen Gerätes und habe gehofft, dass ich bald wieder raus darf. Doch jedesmal wenn sich die Türen geöffnet haben, hat Frauchen mich festgehalten und gesagt, wir müssten noch weiterfahren. Dann war es endlich soweit, wir konnten aussteigen. Aber statt mit mir spazieren zu gehen, haben wir zusammen mit vielen Leuten gewartet bis wieder so ein Ding ankam, diesmal in weiß mit roten Streifen. Da drinnen war es dann etwas gemütlicher und auch lustiger, denn die 5 Frauen (Frauchen hat gesagt, es seien Pfälzer) waren in bester Laune und haben der Julie auch sowas zum Trinken gegeben - wenn das nur gut geht. Ich habe es mir dann gemütlich gemacht und mal eine Runde geschlafen. Nach einer Weile durfte ich dann endlich rausgehen und einen Spaziergang machen. Frauchen hat auch Wasser für mich besorgt. Das hat vielleicht gut getan! Dann ging es wieder weiter. Diesmal waren ein paar Männer mit uns unterwegs mit einem komischen Dialekt ( Julie sagt, es seien Schweizer). Die Fahrt dauert und dauert. Zum Glück will ein Mädchen mit mir spielen und mich streicheln. Ich mache auch ein bisschen mit, aber eigentlich will ich lieber schlafen. Wer weiß, was heute noch alles auf mich zukommt.

Wir fahren ewig lange, bis wir endlich aussteigen. Hier sieht es jetzt ganz anders aus, als zu Hause. Es gibt viele große Berge um uns herum und die Leute sprechen auch ganz anders. Wir laufen ein Stückchen und setzen uns dann in einen Biergarten. Julie bestellt sich einen Kaffee und für mich Wasser. Das ist doch toll, so ein Service. Sie erzählt mir, dass wir bald bei Herrchen sind. Na, wie der hierher kommen soll, möchte ich mal wissen. Nach einer Weile steigen wir noch einmal in so ein komisches fahrendes rotes Ding ein. Das ist super, denn hier kann ich endlich auch mal zum Fenster rausschauen.

Diesmal dauert es gar nicht lange, bis wir aussteigen. Es gibt immer noch Berge und von Herrchen ist weit und breit nichts zu sehen. Frauchen und ich gehen jetzt durch eine kleine Stadt. Hier scheint es wenigstens auch andere Hunde zu geben. Das macht die Sache schon interessanter. Es ist schon fast dunkel, als endlich ein bekanntes Auto neben uns hält und wer steigt aus? Herrchen, ich fasse es nicht. Wir steigen zu ihm ein und das Abenteuer geht weiter. Nachdem wir ein paar Leute, die er kennt, begrüßt haben, fahren wir in ein Haus, wo uns jetzt ein Zimmer gehört. Hier steht auch meine "Reisehöhle". Nachdem ich alles beschnuffelt habe, kuschele ich mich gleich mal da rein und mache es mir gemütlich.

Die nächsten Tage war ich viel mit Frauchen Julie unterwegs. Wir sind an Bächen entlanggelaufen, haben viele nette Leute und auch Hunde getroffen und manchmal haben wir auch Herrchen besucht, der jetzt mit so einem komischen bunten Ding rumfliegt. Das Beste aber war, als alle Leute bei einem großen Haus gegrillt haben. Da war endlich mal was geboten und ich habe viele neue Freunde gefunden. Am besten gefiel mir aber Konstantin. Er hat mich irgendwie an Manuel erinnert und ich habe sehr gerne mit ihm gespielt. Bis mir jemand ein paar Knochen zum Abnagen hingeworfen hat. Tja, das ist mir natürlich noch lieber, sowas kriegt man ja nicht so oft. Ich fand es jedenfalls toll, mal so richtig Urlaub zu machen und nicht immer zu Hause bleiben zu müssen. Auf dem Heimweg durfte ich sogar im Auto auf der Rückbank sitzen, neben Mark, der mich unterwegs oft gestreichelt hat und einmal hat er mir auch von seinem Schinkenbrötchen abgegeben - mmmh lecker. Jetzt bin ich wieder daheim, aber vielleicht fahren wir da ja mal wieder hin. Das wäre toll!

19. April 2009

Die letzte Woche hat mich mal wieder ganz durcheinander gebracht. Es fing damit an, dass Frauchen, Herrchen und Manuel weggefahren sind. Das ist ja nicht weiter schlimm. Schließlich war ja Verena noch da und ich dachte, die kommen bald wieder zurück. Doch das war ein Irrtum. So war ich dann mit Verena tagelang alleine und ich hatte schreckliches Heimweh nach den Anderen. Nicht, dass sich Verena nicht um mich gekümmert hätte. Sie ging auch 3 mal am Tag mit mir Gassi und ich durfte sogar mit zu einer Party. Das war sehr spannend, denn alle haben mich gekrault und verwöhnt, aber ich habe eben meine Herde vermisst und war dann so traurig, dass ich sogar nachts ein bisschen jammern musste. Verena hat versucht mich zu trösten und hat sich sogar zu mir ins Wohnzimmer gelegt. Doch immer wenn sie schlafen wollte habe ich wieder losgepinst. Ich hoffe, sie ist mir nicht böse, denn ich glaube ich habe schon ziemlich genervt. Aber seit gestern Nacht sind alle wieder da und ich bin wieder zufrieden. Ich muss die einfach besser bewachen, damit die nicht immer ohne mich abhauen. Also schaue ich jetzt mal lieber wo die sind und lasse sie nicht aus den Augen. 

30. März 2009

Ich muss jetzt dringend mal was erzählen. Vor ein paar Wochen ist eine neue Hündin im Nachbarhaus eingezogen. Sie heißt Senta und ist ein Boxer-Mischling. Ich war total sauer - eine neue Rivalin in meinem Revier, das konnte doch nicht wahr sein. Wenn wir sie mit ihrem Herrchen im Feld getroffen haben, habe ich erstmal getan, als ob ich mich freuen würde und wenn sie mir zu nahe kam, habe ich sie kräftig angeknurrt und ihr meine Zähne gezeigt. Frauchen hat dann allerdings immer mit mir geschimpft. Dann habe ich sie im Garten gesehen und ganz genau beobachtet. Na ja, vielleicht ist sie ja ganz nett. Jedenfalls hat Frauchen das Gartentor aufgemacht, um Senta reinzulassen, damit wir uns beschnuppern können. Zuerst sind wir durch den Garten getobt und sogar durch den Teich gelaufen, aber dann wurde es mir doch zu blöd und ich habe Senta gezeigt, wer hier der Herr im Hause ist und in wessen Revier sie sich gerade befindet. Wir haben uns richtig gestritten und bekämpft, bis Manuel uns getrennt hat und Senta wieder nach Hause musste. Da habe ich natürlich Ärger bekommen, weil ich so ein unfreundlicher Hund bin. Sogar der Nachbar auf der anderen Seite hat unser Gerangel gesehen und mich gefragt, was mit mir los war - voll peinlich! Daraufhin habe ich beschlossen, dass es doch gar nicht so schlecht ist, wenn man einen Spielkameraden im Garten hat. Also habe ich versucht, mich mit Senta anzufreunden. Ich begrüße sie jetzt immer freundlich durch den Gartenzaun. Das ist lustig. Wir schaffen es mittlerweile, den Tennisball unterm Zaun durchzuschieben und Senta kann sogar über den Zaun klettern. Das ist echt cool, allerdings bekommt sie dann Ärger mit ihrem Herrchen. Ich bin jetzt richtig froh, dass ich eine neue Freundin gefunden habe und freue mich immer, wenn wir zusammen draußen rumtoben dürfen.

 22. Februar 2009

Heute musste ich mich so oft aufregen wie schon lange nicht mehr. Also irgendwas stimmt mit den Menschen  nicht und zwar mit denen auf der Straße. Am Nachmittag haben die solch einen Krach gemacht, dass das ganze Haus gewackelt hat. Zuerst dachte ich, dass Manuel oder Julie mal wieder die Musik laut gedreht haben, weil ihnen das Lied gerade gefällt. Aber dann habe ich festgestellt, dass das alles von draußen kommt. Wollen die jetzt alle hier rein kommen? Das geht nun wirklich nicht, also belle ich mal kräftig los, damit es keiner wagt. Dann versuche ich meinen Mittagsschlaf zu machen, aber es ist unmöglich. Viele Leute laufen vorm Haus vorbei, schreien rum und machen laute Musik. Da kann kein Hund schlafen, ich bin frustriert und belle, belle, belle. Das gefällt meinen Rudelmitgliedern auch nicht und sie schimpfen mit mir. Auch scheint heute keiner mit mir einen Nachmittagspaziergang machen zu wollen. Warscheinlich können sie sich mal wieder nicht einigen, wer bei dem Schmuddelwetter mit mir raus muss. Endlich schnappt sich Julie die Leine und ich freue mich tierisch. Wir gehen vor die Tür und ich traue meinen Hundeaugen nicht. Auf der Straße laufen viele komisch gekleidete Menschen herum. Manche sind ganz bunt, andere sehen eher wie Tiere aus. Die denken wohl, wenn sie sich Tierfelle oder ähnliches anziehen, macht ihnen der Regen nichts aus.  Wir laufen zum Feld wie immer. Frauchen achtet ganz genau darauf wo ich hintrete. Da liegt nämlich so allerlei auf dem Gehweg: kleine Flaschen, kaputte Plastikbecher und jede Menge Papierschnipsel. Ich komme gar nicht nach, alles zu beschnuppern. Ha, da habe ich ein Wurstbrötchen entdeckt -das will ich haben. Doch Julie, lässt mich leider nicht hin, auch zieht sie mich an den kleinen süßen Dingern vorbei, die am Wegrand liegen. Die gönnt mir heute ja mal wieder gar nichts. Dann gehen wir eben wieder nach Hause. Manche Leute schreien uns irgendwas zu, klingt wie "helau", ob die das mit "wauwau" verwechseln. Jedenfalls spinnen die Menschen manchmal total und heute scheint so ein Tag zu sein. Ich freue mich, als es am Abend endlich wieder ruhiger wird und dass meine Familie nicht ganz so durchgeknallt ist.

Übrigens ist Steffen schon wieder seit einer Weile verschwunden. Aber manchmal hält mir Frauchen so ein komisches Ding ans Ohr. Dann kann ich seine Stimme hören. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie er da rein gekommen ist. Manuel bringt mir viele Sachen bei. Ich kann jetzt "shopping" machen. Das ist gar nicht schwer, ich werfe mich auf den Rücken und strecke alle viere nach oben. Dann gibt es meistens ein besonderes Leckerli und alle finden mich lustig. Manuel hat mir auch beigebracht wie man "high five" macht. Er streckt mir seine Hand hin und ich schlage ein - das ist total easy. Bin ich nicht ein schlauer Hund?

1. Januar 2009

Gestern war hier vielleicht was los. Zuerst kamen 4 Gäste, die allerhand Zeug mitgeschleppt haben. Dann haben alle stundenlang gegessen, natürlich mal wieder ohne mir was davon abzugeben. Das war aber alles noch ganz harmlos. Nach einer Weile haben sie dann ziemlich Krach gemacht, zuerst mit einem sehr lebhaften Gezappel und Gelächter, dass sie Activity genannt haben und dann haben sie knallende Dinger auf den Tisch gestellt, aus denen bunter Schnickschnack herausgeflogen kam. Ich habe mich irgendwann in mein Körbchen im Keller verkrochen. Da habe ich wenigstens meine Ruhe, schließlich ist ja schon längst Schlafenszeit. Doch gerade als ich dachte, jetzt wird es oben ruhiger und der Besuch geht nach Hause, da haben die draußen im Freien angefangen mit einem gräßlichen Krach und Gepfeife. Ich habe mich ganz feste an mein Schäfchen gedrückt und gehofft, dass es bald wieder aufhört. Doch von wegen, selbst als die Gäste wieder weg waren und es im Haus ruhig wurde, habe ich immer noch abundzu welche von diesen Pfeifdingern gehört. Es ist wie verhext, kaum denke ich, ich kann die Menschen verstehen, machen sie wieder irgendwas verrücktes, das ich nicht kapiere. So ist das eben und ich bin wirklich sehr froh, dass ich ein Hund bin.

24. Dezember 2008 

Hier passieren heute ganz komische Dinge. Zuerst bringen die hier den halben Wald mit ins Wohnzimmer und dann fangen sie auch noch an komische Sachen an den Baum zu hängen. Unter dem Baum liegt jetzt das grüne Zeug, dass Herrchen im Wald gesammelt hat. Das riecht gut und ich muss alles ganz genau beschnuppern. Alle sind sehr damit beschäftigt, Figuren aus einer Kiste zu holen und dann unter den Baum zu stellen. Das finde ich sehr interessant und beobachte alles ganz genau. Am besten gefallen mir die weißen Büschel, die riechen wie Julie's Socken. Irgendwann gehen bestimmt alle mal hier raus und vergessen die Tür zu schließen. Das ist dann meine Gelegenheit... Ach übrigens ist Steffen wieder da. Das finde ich echt klasse, denn er geht auch manchmal mit mir raus und spielt mit mir. Zuerst habe ich ihn angebellt, wie ich das bei jedem Besucher mache, aber dann habe ich ihn erkannt und ihn schwanzwedelnd begrüßt.

Ja und heute nachmittag hatte ich dann endlich die Möglichkeit, diese weißen Büschel mal genauer zu untersuchen. Man kann sie mit den Zähnen ganz gut auseinander ziehen. Nur sehen sie dann anders aus als vorher. Na, ja ich hätte es mir auch denken können und ehrlich gesagt bin ich auch gleich mal schwanzeinziehend in mein Körbchen gekrochen, als Frauchen zur Tür hereinkam. Zuerst sieht sie mich an und dann das weiße Knäuel auf dem Boden, dass angeblich mal ein Schaf gewesen sein soll. Sie war sehr böse auf mich und hat mit mir geschimpft. Aber ich weiß, wie ich sie beschwichtigen kann. Ich setze dann einfach meinen "Nicht-böse-sein-Hundeblick" auf und schon ist sie wieder lieb.

Am Abend dann haben alle gemeinsam Musik gemacht. Ich mag Musik und sitze immer neben Frauchen wenn sie Gitarre spielt. Danach haben alle viele bunte Pakete gebracht und verteilt. Ich habe auch eins bekommen, wusste allerdings nicht, was ich jetzt damit anfangen soll. Es roch nach meinen Lieblingsknochen und dann habe ich eben mal solange daran gezerrt, bis es auf war. Da lag er, mein Knochen und ein Schaf, ganz für mich alleine. Es gefällt mir sehr gut und ich durfte es mit in mein Körbchen nehmen, wenn ich abends in den Keller zum Schlafen gehe. Ich werde es ab sofort jedem zeigen, der in meine Nähe kommt.

15. September 2008

Kann mir eigentlich jemand mal sagen, wo der Steffen so lange bleibt. Hier ist ein Kommen und Gehen, das glaubt mir keiner. Zuerst hat ein Junge für eine Weile im Gästezimmer übernachtet. Alle nennen ihn Chris und scheinen ihn schon gut zu kennen. Deshalb habe ich auch versucht, mich bei ihm einzuschleimen. Ich mache "sit down" und  "shake hands", so wie mir das Frauchen in den letzten Tagen beigebracht hat. Aber so richtig beeindrucken konnte ich ihn damit nicht. Na ja, ich schaue mal was er so in seinem Zimmer liegen hat und finde so weiße klebrige Dinger und so was, mit dem die Menschen auf Papier schreiben. Das habe ich genauer untersucht und ein bisschen angeknabbert, was mir natürlich mal wieder jede Menge Ärger eingebracht hat.

Dann waren Steffen, Verena und Manuel eine Weile weg. In dieser Zeit haben wir viele Ausflüge gemacht. Einmal besuchten wir ein Fest und ich habe einen neuen Hund kennengelernt. Er heißt Peggy und ist ein Beagle. Ich hätte gerne mit ihm gespielt, aber er musste immer an der Leine bleiben und ich meistens auch. Na ja, kein Wunder, denn wenn keiner auf mich aufpasst büchse ich halt gerne mal aus. Wir haben auch eine Reise in eine schöne alte Stadt gemacht. Da gab es eine ganz hohe Treppe zu so einem Haus mit hohem Turm. Da darf ich nie mit rein. Ich habe keine Ahnung was da so besonderes daran ist. Also habe ich brav gewartet bis alle wieder herausgekommen sind. Wir sind mit einer Frau mitgelaufen, die sehr viel erzählt hat. So ganz verstanden habe ich sie nicht. Ich weiß nur, dass sie mich manchmal gelobt hat, weil ich so ein lieber Hund bin und sie nicht so oft Hunde bei der Stadtführung dabei hat. In einer anderen Stadt durfte ich dann mit auf einen Turm. Das war vielleicht anstrengend, ich sags euch, so enge Stufen sind für einen Hund gar nicht so einfach zu bewältigen. Aber ich habe es geschafft und durfte dann von oben herunterschauen.

Dann hatten wir nochmal Besuch von einem Mann und einer Frau. Frauchen und der Junge haben mit ihnen eine Stadt in unserer Nähe besucht. Dort gibt es auch so ein Haus, wo ich nicht rein darf, allerdings mit mehreren Türmen. "Das ist der Speyrer Dom", hat Frauchen den Leuten erklärt und der Junge ist mit ihnen rein gegangen. Zum Glück ist Frauchen bei mir geblieben, denn allzuviele Menschen machen mir manchmal Angst. Wir sind dann durch die Straßen gelaufen. Das war interessant, mal was anderes wie immer Wiesen und Felder.

Ja, mittlerweile sind Verena und Manuel wieder da, aber dafür sind jetzt Chris und Steffen weg. Ob der Junge weggegangen ist, weil ich diese weißen Dinger gefressen habe? Ich hoffe, er ist nicht allzu böse auf mich und um ehrlich zu sein, ich hatte auch Bauchschmerzen hinterher. Aber Steffen habe ich nichts weggefressen und auch nichts kaputt gemacht und trotzdem ist er weg. Am liebsten würde ich mich vor seine Tür legen und warten bis er endlich wiederkommt, jawohl und das mache ich jetzt auch, wuff!

10. August 2008

Es ist schon komisch. Ich bin jetzt schon ganz lange bei Anke und frage mich so langsam, ob meine Familie überhaupt jemals wieder kommt. Sonst bleiben die doch gar nicht so lange weg. Heute morgen habe ich schon mit Susi gespielt und auch von ihrem Futter genascht. Das schmeckt viel besser als meines. Als es klingelt laufe ich mit Susi schnell mal zum Tor. Man muss ja schon mal schauen, wer da in Susi's Revier kommen will. Ich glaube, ich fasse es nicht. Da steht doch tatsächlich Frauchen Julie vor mir. Ich drehe vollkommen durch und hüpfe wie eine Wahnsinnige um sie herum. Sie scheint sich auch zu freuen und begrüßt mich mit ganz vielen Streicheleinheiten. Dann packt sie meine Sachen zusammen und bringt mich zum Auto. Obwohl ich ja Anke und ihre Familie ganz gerne mag, freue ich mich, dass es jetzt endlich wieder nach Hause geht. Da stehen zwar immer noch die vielen Kisten rum, aber Hauptsache es sind alle da und ich bin rundum zufrieden.  

26. Juli 2008

Irgendwas stimmt hier heute nicht. Alle sind so beschäftigt und keiner hat so richtig Zeit für mich. Sie laufen die Treppen hoch und wieder runter, räumen verschiedene Sachen in Kisten und Kleider in große Taschen. Ich weiß überhaupt nicht, was die vorhaben. Sogar meine persönlichen Dinge, wie Futter, Leckerlis und Körbchen haben sie auf die Seite gestellt. Ich war heilfroh, als ich mit Manuel endlich spazieren gehen durfte. Zum Glück hat er mich bei Anke abgesetzt. Da habe ich wenigstens meinen Spaß und kann mit Susi spielen. Frauchen hat mir dann noch alle meine Sachen gebracht, die man so täglich braucht. Es sieht fast so aus, als ob ich hier übernachten soll. Da blicke mal einer durch.

13. Juni 2008

Ach so ein Hundeleben ist einfach toll. Ich könnte den ganzen Tag vor Freude hüpfen und springen. Jetzt ist es schön warm draußen und ich darf auch abundzu im See schwimmen. Das macht vielleicht Spaß. Frauchen wirft mir dann Stöckchen ins Wasser, die ich eigentlich rausholen soll. Doch ich habe nicht immer Lust dazu und plantsche einfach so ein bisschen im Wasser. Manchmal gehe ich auch mit Frauchens Freundin Anke alleine Gassi. Das finde ich klasse und begrüße sie immer besonders freudig. Bei ihr darf ich hochspringen und durch ihre Haare wuseln, so viel ich will. Manchmal nimmt sie mich auch mit zu sich nach Hause. Da gibt es auch einen lustigen Pudel, die Susi, mit der ich auch gerne spiele.

Ich tobe auch gerne in unserem Garten herum. Die Nachbarin ist sehr nett. Anfangs habe ich sie immer angebellt, denn ich kann so schlecht erkennen, was eigentlich alles zu meinem Revier gehört. Aber jetzt belle ich nicht mehr, weil sie so lieb ist und mir öfter mal Leckerlis durch den Zaun reicht. Na das mit dem Bellen ist halt so eine Geschichte. Eigentlich weiß ich ja, dass meine Familie das gar nicht mag, wenn ich jeden Besucher anbelle. Doch ich muss mich doch irgendwie bemerkbar machen und Bescheid sagen, wenn sich jemand unserem Haus nähert. Schließlich muss ich ja meine Herde beschützen. Viele Leute meinen nämlich mein Papa war vielleicht ein Border Collie und die machen das so. Ich beruhige mich ja auch schnell wieder, denn so richtig ernst nimmt mich sowieso keiner. Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Dabei bemühe ich mich immer, ganz gefährlich auszusehen.

7. Mai 2008

Ich fühle mich jetzt richtig wohl in meiner Familie. Morgens gehe ich immer mit Frauchen spazieren. Dabei treffen wir immer viele Freunde und ich freue mich richtig darauf. Einmal konnte ich es kaum erwarten und bin einfach schonmal alleine losgelaufen. Ich kenne ja den Weg schon ganz gut. Doch kaum war ich bei der ersten Wiese angekommen, kam auch schon Herrchen auf dem Fahrrad angesaust und hat mich wieder mitgenommen. War wohl keine so gute Idee, also warte ich jetzt bis Frauchen morgens endlich fertig ist. Unterwegs treffen wir oft Bonnie, Fin, Charlie, Peppi oder auch Emma und nicht zu vergessen den kleinen Spike. Er ist der Winzling unter uns, dafür kann er aber ganz toll spielen. Ich mag es auch sehr, wenn Chicca und Sandy mit ihren Frauchen kommen. Die erkenne ich schon aus der Ferne und renne freudig auf sie zu - da fallen immer ein paar Leckereien für mich ab.  Mich stören nur diese komischen Fahrzeuge, die zwar nicht laut sind, sich aber trotzdem bewegen, wenn die Menschen sich daraufsetzen. Und vor allem sind die dann immer so schnell weg und Chicca und Sandy dürfen nebenherlaufen. Ich würde gerne mit ihnen laufen, aber Frauchen hält mich dann immer fest.

Ich habe auch schon einen richtigen Freund. Er heißt Malo. Ich liebe ihn sehr und er mich auch. Wenn wir uns treffen, dann beschnüffeln und beschlecken wir uns gegenseitig. Das ist toll. Am liebsten rennen wir dann gemeinsam durch die Felder, aber das mögen unsere Frauchen absolut nicht. Ich finde es gar nicht toll, wenn sich Malo für andere Hündinnen interessiert, schließlich ist er mein Freund. Da kann ich schonmal böse werden.

Ach übrigens habe ich nicht nur Hundefreunde. Ich mag auch die beiden Nachbarskatzen Baffi und Susi sehr gerne. Baffi treffe ich manchmal auf der Straße. Dann beschnuppern wir uns ganz vorsichtig. Sie scheint aber irgendwie nicht so recht zu wissen, ob sie jetzt mit mir spielen will oder nicht, obwohl ich sie immer wieder dazu auffordere. Irgendwann läuft sie dann einfach davon. Das verstehe mal einer. Susi kommt mich öfter mal besuchen. Sie sitzt dann auf unserem Balkon und beobachtet das Vogelhaus und ich sitze daneben und beobachte Susi. Aber auch sie scheint keine Lust zum Spielen zu haben. Dabei kann sie ganz toll klettern, sogar auf ganz dünnen Ästen bis in die Baumspitzen. Das kann ich leider nicht, obwohl ich es auch schon probiert habe. Sie könnte mir doch mal zeigen, wie man das macht. Dann gibt es noch Mäxchen und Stupsi, die beiden Zwergkaninchen. Wenn Frauchen morgens die Beiden füttert gehe ich immer mit und begrüße sie. Mäxchen streckt mir dann auch mal neugierig seine Schnauze entgegen. Aber sonst wollen die nicht viel von mir wissen. Dafür klaue ich ihnen abundzu mal das Futter aus dem Napf. Ich kann so ziemlich alles fressen, sogar Hasenfutter.

10. März 2008

Letzte Woche hatten wir Besuch. Ich glaube er ist ein Freund von Manuel. Allerdings spricht er ein bisschen komisch. Auch Verena und Manuel sprechen jetzt oft in einer anderen Sprache, die ich nicht so verstehen kann. Aber Simon, so heißt der Junge, beschäftigt sich gerne mit mir und das ist die Hauptsache. Einmal habe ich mich heimlich in Manuels Zimmer geschlichen. Da liegt doch tatsächlich ein offener Koffer und es duftet ganz toll. Ich beschnüffle alles und finde ganz leckere Sachen, die ich gleich mal auspacke und auffresse. Es schmeck sehr süß, aber unheimlich lecker. Anschließend mache ich mich noch an die Dinger mit dem Kabel, die sich die Menschen ins Ohr stecken. Da muss ich jetzt doch mal ausprobieren, ob man die auch auffressen kann. Ich knabbere eine Weile, doch schmecken tut es nicht und ich lasse es wieder bleiben. Als Simon und Manuel zurückkamen haben sie natürlich sofort gesehen was ich angerichtet habe. Sie fanden das gar nicht lustig und Frauchen auch nicht. Sie hat Simon neue "Menschen-Leckerlis" gegeben und ihm neue "Ohrdinger" gekauft.

Gestern sind wir mit dem Auto richtig weit gefahren. Als wir ausgestiegen sind, lag dann so weißes kaltes Zeugs überall auf den Wegen. Ich muss erstmal schnüffeln, was das jetzt wieder soll. Wir laufen ein Stück und langsam beginnt mir die Sache Spaß zu machen. Ich renne einfach mal drauflos und freue mich über die weißen Wolken, die ich dabei aufwirble- einfach toll. Die Kinder werfen mir kleine weiße Bälle zu, die ich versuche zu fangen. Aber sobald ich die packen will, fallen sie auch schon auseinander, sowas blödes aber auch.

1. März 2008

Heute muss ich euch mal von der Hundeschule erzählen. Da gefällt es mir jetzt richtig gut. Ich habe eine Freundin gefunden. Sie heißt Leia, ist ungefähr so groß wie ich, tobt genau so gerne wie ich und wir mögen uns sehr. Manchmal dürfen wir ganz alleine ins Gehege. Das gefällt mir am besten, denn die anderen Hunde mag ich immer noch nicht so sehr. Für die Hundeschule nimmt Frauchen immer Würstchen oder Käsestückchen für mich mit. Das schmeckt echt lecker. Die Menschensprache verstehe ich auch immer besser. Wenn sie "Sitz" sagen, dann muss ich mich hinsetzen - das war überhaupt nicht schwierig. Bei "Komm" soll ich zu Frauchen oder Herrchen zurückkommen. Das ist eigentlich auch nicht schwierig, aber da stelle ich mich manchmal einfach dumm, wenn ich gerade keine Lust dazu habe. Was die mit "Platz" meinen habe ich noch nicht so ganz verstanden. Na ja, was nicht ist, kann ja noch werden. Dann gibt es noch "Bleib". Ich glaube, da wollen sie, dass ich mich gerade mal nicht bewege, was mir natürlich sehr schwer fällt. Aber ich kann auch mal ganz ruhig sitzen bleiben, wenn es dafür ein "Leckerchen" gibt. Jedenfalls freue ich mich schon aufs nächste Mal. Vielleicht darf ich dann auch mal wieder auf eines der tollen Spielgeräte.

22. Februar 2008

Das Hundeleben hier ist ganz schön anstrengend. Ich muss zwar jetzt nicht mehr so früh aufstehen, da ich jetzt nicht mehr so oft in die Wohnung mache, aber nun habe ich ständig anderen Ärger. Hier darf man ja überhaupt nichts. Hole ich mir Frauchens Wollsocken oder kaue auf ihrem Pulli rum, ist sie böse auf mich und schimpft mit mir. Ich darf auch nicht auf dieses tolle, kuschlige Sofa. Aber wenn Frauchen mal raus geht, dann nutze ich sofort die Gelegenheit und mache es mir darauf gemütlich. Wenn sie dann zurückkommt bin ich ruckzuck wieder unten. Manchmal lassen sie mich auch ganz alleine. Aber da bin ich ganz lieb. Es gibt ja auch nicht viel zum ausprobieren, da sie alles mit Türchen abgesperrt haben. Wenn Frauchen zu Hause ist, sitzt sie oft vor so einem komischen Kasten und hackt auf irgendwelchen Tasten herum. Sie erklärt mir dann, ich soll jetzt ganz lieb sein, weil sie arbeiten muss. Pah, Arbeiten nennt sie das - manchmal hat sie auch sowas auf den Ohren und redet mit dem Ding. Wenn es mir zu doof wird, stupse ich sie einfach mal mit der Nase an. Soll sie doch lieber mit mir spielen. Wenn nicht, dann schaue ich eben mal, was ich so zum knabbern finden kann. Bestimmt hat sie irgendwo wieder ein paar Socken oder ihre Wolle rumliegen. Notfalls kann ich ja auch noch den Holzkorb ausräumen oder im Garten ein bisschen graben. Es gibt hier immer irgendwas zu tun. Am liebsten spiele ich aber mit Herrchen Manuel. Das ist immer lustig. Er wirft mir Bälle und Stöckchen mit denen ich dann um den Teich renne, damit er mich nicht kriegen kann. Ich bin nämlich viel schneller als er. In der Wohnung habe ich eine Hantel und einen Ball, mit denen ich spielen kann. Das macht Spaß!

23. Januar 2008

Ich bin nun schon seit einer Woche hier und fühle mich eigentlich sehr wohl. Das neue Frauchen geht jeden Tag mit mir spazieren, was ich mittlerweile ganz toll finde. Wir treffen viele andere Hunde im Feld. Am Anfang habe ich erstmal allen die Zähne gezeigt. Die sollen ruhig wissen, mit wem sie es zu tun haben. Dem Charlie wollte ich sogar in die Nase beisen, dabei ist der doch ganz lieb und sieht mir außerdem noch verblüffend ähnlich. Aber eigentlich will ich ja auch Freunde finden. Deshalb bin ich jetzt zu den meisten ganz nett und schlotze jedem erstmal über den Mund. Na ja, die älteren Hunde mögen das aber auch nicht. Oft darf ich ohne Leine laufen. Das macht am meisten Spaß, denn ich renne unheimlich gerne einfach drauflos. Frauchen hat auch eine Freundin, die manchmal mit uns geht. Sie heißt Anke und mag mich sehr gerne. Oft bringt sie mir Leckerlis mit. Ich liebe Leckerlis und tue fast alles dafür. Ich weiß schon, dass ich mich hinsetzten muss, wenn jemand Sitz sagt. Dann gibt es nämlich immer eine Belohnung. Auch die Herrchen und Frauchen der anderen Hunde haben manchmal etwas für mich in der Tasche. Die habe ich mir doch gleich mal gemerkt. Am liebsten mag ich Bonnie-Herrchen, den ich immer sehr freudig begrüße. Er hat immer was für mich, auch wenn ich nicht "Sitz" mache, aber ich glaube Bonnie mag das nicht so. Sie will mich immer wegstupsen und sie ist sooo viel größer als ich. Am Samstag besuchten wir die Welpengruppe der Hundeschule. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Die anderen Hunde wollten mit mir spielen. Das waren aber gleich so viele und ich hatte große Angst. Da habe ich denen auch mal meine Zähne gezeigt - die sollen mich bloß in Ruhe lassen. So durfte ich alleine in ein Gehege, was mir schon besser gefallen hat. Da konnte ich endlich toben wie ich will.

Es gibt auch Sachen, die mir hier gar nicht gefallen, z. B., dass Frauchen Verena mich jeden Morgen um 6:00Uhr aus dem Körbchen holt und mit mir nach draußen will. Das finde ich total blöd. Sie läuft mit mir immer so lange bis ich irgendwo ins Gras gepieselt habe. Erst dann gehen wir zurück. Ich weiß überhaupt nicht was das soll. Es scheint überhaupt ein Problem zu sein, dass ich am liebsten mal auf den Teppich pinkle, der ist nämlich schön weich. Frauchen bringt mich dann immer schnell nach draußen, was ich gar nicht leiden kann. Zum Häufchen machen gehe ich am liebsten nach oben in den Flur, am besten in der Nacht, da merkt es keiner. Da kann ich auch mal auf dem gemütlichen Sessel schlafen, der dort steht oder auf dem Sofa im Wohnzimmer. Aber meine Mitbewohner mögen das gar nicht und schicken mich immer wieder runter. So was doofes!!!

16.Januar 2008

Heute scheint ein besonderer Tag zu sein. Nach dem Spaziergang mit Scarlett und Mogli, darf ich nicht wie sonst in mein Körbchen liegen, sondern Frauchen bringt mich ins Auto, zusammen mit meinem Futter und meinem Lieblingsball. Wir fahren nur eine kurze Zeit. Schade, denn ich mag das Autofahren mittlerweile ganz gerne. Frauchen nimmt mich auf den Arm, was mir eigentlich gar nicht so gefällt, denn ich laufe lieber selber. Wir gehen zu einem Haus und eine Frau öffnet uns die Tür. Hier scheint es keine Hunde zu geben, denn niemand bellt. Die Frau habe ich schonmal gesehen und sie scheint sich sehr über unseren Besuch zu freuen. Sie zeigt uns ihr Haus und auch den Garten. Da steht ja doch ein Körbchen in der Ecke. Wo hat sich denn der Hund versteckt? Ich beschnüfle erstmal alles, kann aber keinen Artgenossen riechen - komisch. Frauchen streichelt mich nochmal, sagt sowas wie "Mach's gut meine Kleine" und geht doch tatsächlich ohne mich zur Tür hinaus. Die fremde Frau redet beruhigend auf mich ein und versucht mit mir zu spielen. Ich finde sie ja ganz nett, aber ich will zu meinem Frauchen und fange erstmal an jämmerlich zu weinen. Da das mal wieder nichts bringt, höre ich bald auf und schaue mich einfach mal hier um. Es gibt wohl weder Hunde noch Katzen, was ich sehr langweilig finde. Irgendwann nimmt mich die Frau an die Leine und wir gehen nach draußen. Ich bin sehr neugierig, denn da kann man ganz tolle Sachen riechen, auch Katzen und Hunde. Wir laufen ein Stückchen bis wir ein Mädchen treffen. Es begrüßt mich freudig und scheint die Frau wohl zu kennen. Jedenfalls geht sie mit uns, bis wir wieder im Haus sind. Dort bekomme ich dann was zum Fressen und viele Streicheleinheiten. Später kommen auch noch ein großer und ein kleinerer Junge. Na den kenne ich doch auch schon. Das wird ja immer bunter hier. Alle wollen mich streicheln und mit mir spielen. Allerdings nennen sie mich jetzt alle Mia. Na ja, mir solls recht sein und ich finde es gar nicht mehr langweilig. Doch irgendwann bin ich müde und lege mich in das Körbchen, ist doch mir egal, wem das gehört. Draußen ist es mittlerweile schon dunkel, als noch ein Mann hereinkommt. Es scheinen sich alle darüber zu freuen. Da wedle ich doch auch gleich mal mit dem Schwanz und zeige ihm, dass ich ein lieber Hund bin. Ich glaube er mag mich, doch irgendwie habe ich den Eindruck, dass das hier der Rudelführer ist. Ich versuche mich da gleich mal bei ihm einzuschleimen und werfe mich auf den Rücken. Mhh, das Kraulen am Bauch tut richtig gut.

Der Tag war sehr anstrengend für mich und ich lege mich gemütlich in mein Körbchen. Doch kaum bin ich eingeschlafen, da wecken die mich wieder auf, nehmen mich an die Leine und wollen doch tatsächlich nochmal mit mir in diese Kälte nach draußen. Ich weigere mich, doch da hilft alles nichts. Die Frau nimmt mich auf den Arm, setzt mich auf der Straße ab und ich gehe eben widerwillig bis zur nächsten Wiese mit. Ich weiß nicht, was sie von mir will und höre immer nur:" Mach schön dein Geschäft." Irgendwie ist mir das alles zu blöd. Ich mag nicht mehr weiterlaufen. Ich setze mich hin, mach einfach mal in dieses schöne weiche Gras und streike. Das scheint der Frau zu gefallen. Sie lobt mich, steckt mir eines dieser tollen Leckerlis in den Mund und wir gehen zurück in die warme Wohnung. Dort angekommen, verschwinden plötzlich alle in verschiedene Richtungen und ich bleibe ganz alleine in meinem Körbchen zurück. Das finde ich jetzt aber gar nicht lustig. Ich möchte zu Mogli, Scarlett und Frauchen. Ich schaue jetzt mal wo der Rudelführer ist und schleiche mich langsam an sein Bett. "Nein, nein kleine Mia, das geht nicht. Du musst in deinem Körbchen schlafen." Er bringt mich wieder zurück und spricht so beruhigend auf mich ein, dass ich bald darauf eingeschlummert bin.

12. Januar 2008

Es klingelt an der Tür. Scarlett und Mogli, meine beiden Mitbewohner bellen wie verrückt. Da mache ich doch gleich mal mit und renne zur Tür. Draußen stehen schon wieder 2 fremde Menschen vor mir. Es ist ein Junge und eine Frau. Das könnten welche von den Netten sein, denke ich und wedle mit dem Schwanz. Sie scheinen sich sehr für mich zu interessieren, denn sie sagen, ich sei süß und goldig, was immer das auch heißen mag. Sie reden lange mit Frauchen und gehen dann wieder. Schade, ich mag sie. Frauchen streichelt mich und erzählt mir, dass ich vielleicht bald zu einer neuen Familie umziehen darf. Ich verstehe mal wieder überhaupt nichts. Können diese Menschen sich nicht besser verständlich machen?

8. Januar 2008

Ich bin ganz traurig. Heute hatten wir Besuch. Das war eigentlich zuerst ganz lustig, denn es waren welche von den netten Menschen. Sie haben mit mir und Wasily gespielt und uns gestreichelt. Doch dann sind sie wieder weggegangen und haben meinen Bruder einfach mitgenommen. Ich habe zuerst gedacht, sie wollen mit ihm Spazieren gehen, so wie wir es alle zusammen mit Frauchen machen, aber bis jetzt sind sie nicht zurückgekommen. Ich vermisse Wasily so sehr und verziehe mich in mein Körbchen.

5. Januar 2008

Ich habe mich hier im Tierheim auf Chalkidiki ganz gut eingelebt. Heute haben sie Wassily und mich mitgenommen. Wir werden mal wieder untersucht - hoffentlich pieksen die mich nicht schon wieder. Sie reden irgendwie von Flugzeug und Deutschland. Es ist immer so schwierig, die Menschensprache zu verstehen. Jedenfalls haben die irgendetwas mit uns vor, scheint aber eher gut für uns zu sein. Wir können jetzt schon alleine fressen und man gibt uns ein paar Leckerlis. Doch oje, da steht ja schon wieder diese blöde Kiste. Vorsichtig setzten sie mich da rein und sagen irgendwas, das wie "adio" klingt. Dann schieben sie mich mal wieder in das fahrende Ding, das die Menschen Auto nennen. Ich habe Angst und kugele mich ganz eng zusammen. Zum Glück kann ich Wassily riechen, der ganz in meiner Nähe ist. Als das Auto endlich anhält, schieben sie mich erst mal eine Weile durch die Gegend. Es ist sehr laut hier und die Menschen reden alle durcheinander. Da kann ich jetzt wirklich nichts mehr verstehn. Sie bringen uns in einen dunklen Raum und ich bekomme noch mehr Angst. Doch ich bin jetzt auch so müde, dass ich einschlafe und von meiner Mama träume. Als ich aufwache, höre ich Menschenstimmen, die sich jetzt aber ganz anders anhören. Eine Frau redet beruhigend auf mich ein und befreit mich endlich aus dieser engen Kiste. Wassily ist auch da. Wir bekommen frisches Wasser und was zu fressen. Doch leider müssen wir gleich wieder in ein Auto und unsere Reise geht weiter. Es dauert schon eine Weile, bis die Frau anhält und uns unser neues Zuhause zeigt. Dort wohnen schon 2 Hunde und 2 Katzen. Es gibt kuschelige Sofas und ein tolles Körbchen ganz allein für mich. Ist das nicht toll. Ich glaube, ich träume immer noch.

November 2007

ich bin jetzt schon seit einigen Wochen hier und ich fühle mich hundewohl. Meine Mama muss sich nicht mehr um das Futter kümmern und für uns ist auch immer genug da. Allerdings ist Mama nicht sehr nett zu den Menschen. Sie bellt sie immer an und möchte niemanden in unsere Nähe lassen. Ich glaube, sie hat Angst vor Menschen. Bestimmt hat sie bisher nur die Bösen kennengelernt. Ich selber finde Menschen toll. Sie bringen uns Futter und spielen manchmal mit uns. Ich möchte auch gerne mit den anderen Hunden hier spielen und neue Freunde finden. Aber wir können uns nur durch die Gitter unterhalten und außerdem ist hier ein ständiges Kommen und Gehen. Kaum hat man Freundschaft geschlossen, ist der Freund am nächsten Tag wieder weg und eine neuer Hund ist in seinem Gehege. Na ja, Hauptsache meine Geschwister bleiben hier, mit denen spiele ich nämlich sowieso am liebsten. Meine Brüder heißen jetzt Wassily und Yango. Wassily sieht fast so aus wie ich, nur dass er mehr schwarz ist. Yango und Sandy sehen mehr meiner Mutter Pinja ähnlich.  Dann sind da noch Lissy und Donna, meine Schwestern. Lissy und Donna sind fast ganz schwarz.  Ach übrigens, man nennt mich mittlerweile Xara und ich bin die mit dem schwarz-weißen Gesicht und der weißen Schwanzspitze.

Oktober 2007

wann ich geboren bin, weiss ich nicht genau, aber ich lebe jetzt schon seit einigen Tagen mit meiner Mama und meinen 5 Geschwistern an diesem verwahrlosten Ort. Es ist nicht schön hier. Mama muss sich selber um ihr Fressen kümmern und läuft hier ziemlich unruhig hin und her. Gerade hat sie mal wieder ein bisschen Abfall gefunden, den sie gierig hinunterschlingt. Bald bekommen auch wir was zum fressen. Unsere Mama legt sich dann auf die Seite und wir können an ihren Zitzen nuckeln. Aber ich sage euch, das ist vielleicht ein Gedränge hier, denn jeder will so viel wie möglich abbekommen. Meine 2 Brüder und 3 Schwestern sind  eigentlich ganz nette Kumpanen und ich tolle sehr gerne mit ihnen herum. Manchmal streiten wir natürlich auch, aber dann vertragen wir uns wieder und kuscheln miteinander.

Heute ist irgendwie ein komischer Tag - irgendetwas ist anders. Es laufen hier solche 2-Beiner rum, die uns neugierig anschauen. Mama sagt, das sind Menschen und man muss da sehr vorsichtig sein. Manche sind ganz nett, andere aber sehr böse. Ich kann im Moment noch nicht so recht feststellen, zu welcher Sorte diese gehören. Sie haben Kisten dabei, die sie aus einem Ding das sich bewegen kann rausholen. Oje, jetzt schnappen sie sich meine kleine Schwester - also doch die Bösen. Mama bellt wie verrückt, aber die Menschen lassen sich nicht davon abhalten uns alle in die Kisten zu stecken. Ich habe große Angst und beginne auch mit meiner Piepsstimme loszubellen. Doch es nützt nichts. Ich werde hochgehoben und dann ruckelt es ziemlich und ich habe das Gefühl, dass sich die Kiste bewegt. Ich lege mich hin und warte erstmal ab, was passiert. Das Ruckeln hört auf und jemand holt mich aus diesem engen Kasten raus. Die Menschen haben eine komische Sprache, aber es klingt beruhigend und ich fühle mich schon etwas besser. Hier ist ziemlich viel los. Kein Wunder, so viele Hunde auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen und jeder sieht anders aus. Ich bekomme einen neuen Schlafplatz und freue mich, dass Mama und meine Geschwister auch da sind. Es gibt frisches Wasser für uns alle und Futter für meine Mama. Vielleicht sind ja diese Menschen doch ganz nett.